Boots-Glossar: LüA, Verdränger, Gleiter, Tiefgang & Co.
Aktualisiert am · Redaktion yachtkaufen.com
Wer Inserate und Datenblätter vergleicht, stößt ständig auf Boot Fachbegriffe wie LüA, Verdränger, Saildrive oder CE-Kategorie. Viele davon sind für die Kaufentscheidung wichtig: Sie bestimmen, welchen Liegeplatz Sie brauchen, wie schnell und sparsam ein Boot fährt, welches Revier es verträgt und welche Papiere beim Kauf übergeben werden müssen. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe, geordnet nach Maßen, Rumpf, Kiel, Rigg, Antrieb und Papieren, und sagt jeweils, worauf Sie beim Kauf achten sollten.
Maße und Gewichte
LüA – Bedeutung und Abgrenzung zur Rumpflänge
LüA steht für Länge über alles (englisch LOA, length overall). Gemessen wird vom vordersten zum hintersten festen Punkt des Boots, bei Segelschiffen gegebenenfalls einschließlich Klüverbaum. Die LüA Bedeutung im Alltag: Nach der Gesamtlänge richtet sich häufig der Preis für Hafenplätze, deshalb steht sie in jedem Datenblatt ganz oben. Mehr zur Berechnung lesen Sie im Ratgeber Liegeplatz Kosten.
Davon zu unterscheiden ist die Rumpflänge. Die EU-Sportbootrichtlinie 2013/53/EU definiert ein Sportboot über die nach harmonisierter Norm gemessene Rumpflänge von 2,5 bis 24 Metern. Wie groß der Unterschied sein kann, zeigt das Datenblatt der Cap Camarat 7.5 WA von Jeanneau: 7,37 Meter LüA, aber 6,98 Meter Rumpflänge. Beim Axopar 28 Cabin nennt der Händler 8,75 Meter ohne Motor und 9,18 Meter einschließlich Badeplattformen. Vergleichen Sie deshalb immer gleiche Maße.
LWL – Länge in der Wasserlinie
Die LWL ist die Länge des Rumpfes in der Schwimmwasserlinie. Sie ist kürzer als die LüA und für Verdränger entscheidend, weil sich aus ihr die Rumpfgeschwindigkeit ergibt (siehe unten).
Breite, Tiefgang und Freibord
- Breite: Angegeben wird die Breite über alles. Sie entscheidet in Häfen mit Dalben, ob ein Platz passt, und bei Trailerbooten über die Straßentransportfähigkeit.
- Tiefgang: der Abstand von der Wasserlinie bis zum tiefsten Punkt des Boots. Bei Jollen und Schwertbooten zählt das voll ausgefahrene Schwert. Motorboote geben oft den Tiefgang bis zur Propellerunterkante an, beim Axopar 28 sind das laut Datenblatt 0,80 Meter.
- Freibord: der senkrechte Abstand von der Deckskante bis zur Wasserlinie. Je höher das Boot beladen ist, desto kleiner wird er.
Verdrängung und Gewicht
Die Verdrängung (auch Deplacement) beschreibt die Masse des Wassers, die ein schwimmendes Boot verdrängt. Sie entspricht der Masse des Boots. Achten Sie auf die Bezugsgröße: Werften geben teils das Leergewicht ohne Motor an (Axopar 28 Cabin: 1.940 kg ohne Motor), teils mit Motor (Cap Camarat 7.5 WA: 1.554 kg). Für Trailer, Kranen und Winterlager zählt das tatsächliche Gewicht inklusive Motor, Tankinhalt und Ausrüstung.
Rumpf und Fahrverhalten
Verdränger – Bedeutung und Grenzen
Die Verdränger Bedeutung lässt sich einfach fassen: Ein Verdränger ist ein Boot, das sich jederzeit mit dem kompletten Unterwasserschiff im Wasser befindet und dieses verdrängt. Mit steigender Geschwindigkeit wachsen Bugwelle und Widerstand, bis die Rumpfgeschwindigkeit erreicht ist. Mehr Motorleistung bringt dann kaum noch Tempo, nur noch Verbrauch. Ein Verdrängerrumpf wird auch mit beliebig viel Leistung nicht zum Gleiter.
Als Faustformel gilt: Rumpfgeschwindigkeit in Knoten ≈ 2,43 × √LWL (in Metern). Eine Wasserlinie von 10 Metern ergibt rund 7,7 Knoten, 15 Meter rund 9,4 Knoten. Wirtschaftlich fährt ein Verdränger laut Faustregel bis etwa 80 Prozent dieser Geschwindigkeit; darüber steigt der Verbrauch stark an. Typische Verdränger sind Segelyachten, Trawler und viele Kanal- und Hausboote.
Gleiter-Boot – Bedeutung in der Praxis
Ein Gleiter hebt sich mit zunehmender Geschwindigkeit aus dem Wasser und gleitet auf der Oberfläche. Dafür braucht er eine geeignete Rumpfform, mäßiges Gewicht und viel Antriebsleistung. Der Widerstand sinkt dabei so stark, dass ein Mehrfaches der Verdrängergeschwindigkeit möglich ist. Den Übergang nennt man Angleiten; ein langer, flacher Rumpf mit breitem Heck begünstigt frühes Angleiten. Schnelle Sportboote wie Bowrider und Daycruiser, etwa beim Bayliner VR5 kaufen, sind auf Gleitfahrt ausgelegt.
Für den Kauf heißt das: Ein Gleiter ist auf das Verhältnis von Gewicht zu Leistung abgestimmt. Wird ein Boot nachträglich schwerer oder ist es untermotorisiert, kommt es schlecht oder gar nicht ins Gleiten. Prüfen Sie daher, ob die eingebaute Motorisierung im Leistungsbereich der Werft liegt.
Halbgleiter
Halbgleiter liegen bei Rumpfform, Gewicht und Antriebsleistung zwischen Verdränger und Gleiter. Ein Teil des Rumpfes, meist das abgeflachte Heck, geht in Gleitfahrt, während der Rest weiter verdrängt. Große Trawleryachten fahren auf diese Weise. Ziel ist, schneller als die Rumpfgeschwindigkeit zu fahren, ohne den Verbrauch eines vollen Gleiters.
V-Rumpf, Stufen und Heck
- V-Rumpf und Aufkimmung: Der Winkel, in dem der Rumpfboden zur Mitte ansteigt. Ein tiefes V schneidet Wellen weicher, braucht aber mehr Leistung. Axopar gibt für den 28er einen 22-Grad-V-Rumpf mit zwei Stufen an.
- Stufen: Quer laufende Abrisskanten im Gleitboden, die Luft unter den Rumpf lassen und den Widerstand verringern. Man findet sie vor allem bei schnellen Booten wie beim Axopar 28 kaufen oder Axopar 37 kaufen.
- Spiegel und Spiegelheck: die flache Heckabschlussplatte. Am Spiegel hängen Außenborder oder Z-Antrieb.
- Plicht (Cockpit): der offene, tiefer liegende Teil an Deck, von dem aus gesteuert wird. Liegt der Boden über der Wasserlinie, ist sie meist selbstlenzend gebaut.
- Flybridge: ein erhöhter, zweiter Außensteuerstand auf den Aufbauten einer Motoryacht.
Material: GFK, Osmose und Teak
GFK (glasfaserverstärkter Kunststoff) besteht aus Kunststoffharz, etwa Polyester oder Epoxid, und Glasfasern und ist das Standardmaterial im Serienbootsbau. Ein typisches Thema bei älteren GFK-Rümpfen ist Feuchtigkeit im Laminat, die zu Blasenbildung führen kann; dazu mehr unter Osmose Boot. Ein Teakdeck sieht edel aus, ist aber ein Verschleißteil, siehe Teakdeck erneuern Kosten.
Kiel und Unterwasserschiff
Der Kiel ist der wichtigste Längsverband im Rumpfboden. Bei Segelbooten vermindert er die seitliche Abdrift und sorgt über sein Gewicht für Stabilität gegen Kentern. Die Fläche unter Wasser, die der Abdrift entgegenwirkt, heißt Lateralplan.
- Ballastkiel: schwere Kielflosse aus Gusseisen oder Blei. Sie macht etwa ein Drittel bis die Hälfte des Yachtgewichts aus.
- Flossenkiel/Kurzkiel: an den Rumpf angebolzte, tiefe und schmale Kielflosse, heute Standard. Kurzkieler sind leichter, schneller und wendiger, aber weniger kursstabil und haben mehr Tiefgang. Weil die Kräfte auf kleiner Fläche in den Rumpf geleitet werden, gehören Kielbolzen und Kielaufhängung zu jeder Gebrauchtbootprüfung.
- Langkieler: Der Kiel erstreckt sich über fast die ganze Länge des Unterwasserschiffs, das Ruder hängt oft direkt daran. Langkieler gelten als seetüchtig und kursstabil, laufen aber weniger Höhe am Wind und sind meist langsamer.
- Kimmkiel: zwei kurze, seitlich angebrachte Kielflossen. Kimmkieler können trockenfallen und sind deshalb im Wattenmeer beliebt.
- Hubkiel und Schwenkkiel: Kielflossen, die sich ins Schiffsinnere einziehen beziehungsweise in Längsrichtung einklappen lassen. Sie verringern den Tiefgang für Flachwasser und Trailer.
- Kielschwert: Kombination aus Ballastkiel und aufholbarem Schwert, das sich im Stummelkiel befindet.
Rigg und Segel
Die Takelung (Rigg) beschreibt Anordnung von Masten und Segeln. Für Käufer zählen vor allem diese Begriffe:
- Slup: ein Mast, ein Großsegel, ein Vorsegel. Die mit Abstand häufigste Takelung moderner Yachten.
- Topptakelung: Das Vorstag führt bis zur Mastspitze. Das erlaubt große Vorsegel und ein zweites Vorstag.
- 7/8-Takelung: Das Vorstag endet bei etwa sieben Achteln der Masthöhe. Der Mast ist biegsamer und lässt sich besser trimmen, häufig braucht es dafür Backstagen.
- Kutter: ein Mast mit zwei Vorsegeln, etwa Genua am Vorstag und kleinere Fock oder Sturmfock am inneren Kutterstag.
- Ketsch und Yawl: Zweimaster mit kleinerem Besanmast achtern. Bei der Ketsch steht er innerhalb, bei der Yawl außerhalb der Konstruktionswasserlinie.
- Stehendes Gut: Wanten und Stagen, die den Mast abspannen und bei Manövern nicht bewegt werden.
- Laufendes Gut: Fallen, Schoten und alles andere Tauwerk, das zum Bedienen der Segel bewegt wird.
- Rollreff: Vorrichtung, mit der ein Segel um das Vorstag, in den Mast oder in den Baum gewickelt und so stufenlos verkleinert wird.
Alter und Zustand von stehendem Gut und Segeln sind ein großer Kostenfaktor beim Kauf einer Segelyacht; Richtwerte stehen im Ratgeber Rigg erneuern Kosten.
Motor und Antrieb
- Außenborder: Motor, Getriebe und Propeller bilden eine Einheit, die am Spiegel hängt und relativ leicht an- und abgebaut werden kann. Serienmotoren reichen etwa von 1,8 kW (2,5 PS) bis 441 kW (600 PS). Der Axopar 28 etwa ist laut Datenblatt für Außenborder von 200 bis 350 PS ausgelegt.
- Innenborder: fest im Rumpf eingebauter Motor. Die Kraft geht über eine starre Welle, einen V-Antrieb, einen Z-Antrieb, einen Pod-Antrieb oder einen Jetantrieb ins Wasser.
- Wellenanlage: Welle, Lager, Stevenrohr und Propeller. Wo die Welle durch den Rumpf tritt, dichtet eine Stopfbuchse ab – ein klassischer Prüfpunkt.
- Z-Antrieb (Sterndrive): Motor innen, Antriebseinheit außen am Spiegel, Kraftübertragung Z-förmig zum Propeller. Volvo stellte ihn 1959 vor. Vorteile sind Trimmbarkeit und Manövrierfähigkeit; Nachteil ist, dass Gelenk, Dichtungen und Mechanik ständig im Wasser liegen und verschleißen.
- Saildrive: kompakter Antrieb vor allem bei Segelyachten. Ein Schaft führt senkrecht aus dem Rumpf, der Propeller sitzt am rechtwinklig umgelenkten Ende. Die Gummimanschette zwischen Schaft und Rumpf dichtet ab.
- Bugstrahlruder: eigentlich Querstrahlsteueranlage. Ein Propeller in einem Quertunnel unter der Wasserlinie drückt den Bug seitlich und erleichtert das Anlegen.
Wie viele Stunden ein Motor auf dem Zähler haben darf, erklärt der Ratgeber Bootsmotor Betriebsstunden.
Papiere und Kennzeichnung
CE-Kategorie
Die EU-Sportbootrichtlinie ordnet jedes neue Sportboot einer Entwurfskategorie zu:
| Kategorie | Windstärke (Beaufort) | Signifikante Wellenhöhe |
|---|---|---|
| A | mehr als 8 | mehr als 4 m |
| B | bis einschließlich 8 | bis einschließlich 4 m |
| C | bis einschließlich 6 | bis einschließlich 2 m |
| D | bis einschließlich 4 | bis einschließlich 0,3 m |
Die Kategorie steht auf der Herstellerplakette zusammen mit Hersteller, CE-Kennzeichnung, maximaler Zuladung und zulässiger Personenzahl. Angaben wie „C9/D10“ im Datenblatt beim Cap Camarat 7.5 kaufen bedeuten: Kategorie C mit neun, Kategorie D mit zehn Personen. Details unter Ce Kategorie Boot.
CIN – die Rumpfnummer
Jedes Sportboot trägt eine Identifizierungsnummer (CIN, früher oft HIN genannt). Sie enthält nach der EU-Richtlinie den Ländercode des Herstellers, einen Herstellercode, eine Seriennummer, Monat und Jahr der Produktion sowie das Modelljahr. Gleichen Sie die CIN am Rumpf mit Konformitätserklärung, Kaufvertrag und Registrierung ab, damit Baujahr und Identität stimmen.
Registrierung und Kennzeichen
- Internationaler Bootsschein (IBS): wird von ADAC, DMYV und DSV ausgestellt und enthält Eigner, Bootsdaten, Motorisierung und Funkausrüstung. Er dient als Kennzeichenausweis; die Nummer mit Kennbuchstabe (A, M oder S) wird in mindestens 10 Zentimeter hohen Zeichen angebracht. Als Reisedokument darf er beim Grenzübertritt nicht älter als zwei Jahre sein.
- Kleinfahrzeugkennzeichen: amtliches Kennzeichen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter für Sportboote unter 20 Metern. Im Ausland wird es überwiegend nicht als Registrierungs- und Eigentumsnachweis anerkannt.
- Flaggenzertifikat: vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) für Seeschiffe bis 15 Meter Rumpflänge, Gebühr 107 Euro. Es weist das Recht zum Führen der deutschen Flagge nach, ist aber ausdrücklich kein Eigentumsnachweis. Seit Dezember 2025 wird es elektronisch ausgestellt.
- Seeschiffsregister: Seeschiffe über 15 Meter Rumpflänge müssen beim zuständigen Amtsgericht eingetragen werden, kleinere können freiwillig eingetragen werden.
Ein Boot darf mehrere Registrierungen haben, aber nur ein Kennzeichen führen. Wie Sie ein gekauftes Boot umschreiben, erklärt Boot anmelden. Für Boote mit Funkgerät kommen Rufzeichen und MMSI hinzu, siehe SRC Funkschein. Ob die Umsatzsteuer bezahlt ist, belegt der Mehrwertsteuer Nachweis Boot.
Fachbegriffe im Inserat richtig lesen
Die wichtigsten Fragen beim Lesen eines Inserats:
- Welche Länge ist gemeint? LüA, Rumpflänge oder Länge ohne Motor – für Liegeplatz und Vergleich macht das schnell einen halben Meter aus.
- Verdränger oder Gleiter? Davon hängen Reisegeschwindigkeit, Verbrauch und benötigte Motorleistung ab.
- Welcher Kiel und welcher Tiefgang? Entscheidend für Revier, Trailer und Winterlager.
- Welcher Antrieb? Außenborder, Welle, Z-Antrieb und Saildrive haben unterschiedliche Wartungspunkte.
- Welche Papiere? CE-Konformitätserklärung, CIN, Registrierung und Steuernachweis sollten vollständig sein.
Eine vollständige Prüfliste bietet die Gebrauchtboot kaufen Checkliste; bei größeren Booten lohnt ein Bootsgutachter. Aktuelle Angebote finden Sie unter Motorboot kaufen. Wenn Sie wissen, welches Boot Sie suchen, tragen Sie es unter Boot gesucht ein.
Käuferliste
Suchauftrag anlegen – wir melden uns, sobald Ihr Boot inseriert wird
Sobald ein passendes Boot inseriert wird, erfahren Sie es per E-Mail: Premium-Inserate sofort, alle anderen im wöchentlichen Überblick. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Käuferliste
Suchauftrag anlegen – wir melden uns, sobald Ihr Boot inseriert wird
Sobald ein passendes Boot inseriert wird, erfahren Sie es per E-Mail: Premium-Inserate sofort, alle anderen im wöchentlichen Überblick. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Häufige Fragen
Was bedeutet LüA beim Boot?
LüA steht für Länge über alles, also den Abstand vom vordersten zum hintersten festen Punkt des Boots. Anbauten wie Badeplattform oder Bugspriet können darin enthalten sein. Die Rumpflänge ist meist kürzer und ist das Maß, nach dem die EU-Sportbootrichtlinie Boote einordnet.
Was ist der Unterschied zwischen Verdränger und Gleiter?
Ein Verdränger bleibt mit dem ganzen Unterwasserschiff im Wasser und kann seine Rumpfgeschwindigkeit kaum überschreiten. Ein Gleiter hebt sich mit genug Leistung aus dem Wasser und erreicht ein Mehrfaches dieser Geschwindigkeit. Halbgleiter liegen bei Rumpfform, Gewicht und Leistung dazwischen.
Wie berechnet man die Rumpfgeschwindigkeit?
Als Faustformel gilt: 2,43 multipliziert mit der Wurzel aus der Wasserlinienlänge in Metern ergibt die Rumpfgeschwindigkeit in Knoten. Bei 10 Metern Wasserlinie sind das rund 7,7 Knoten. Dauerhaft wirtschaftlich fährt ein Verdränger bei etwa 80 Prozent davon.
Was ist der Unterschied zwischen Ketsch und Yawl?
Beide haben einen Großmast und einen kleineren Besanmast dahinter. Bei der Ketsch steht der Besan innerhalb der Konstruktionswasserlinie, bei der Yawl außerhalb, und er ist deutlich kleiner. Der Besan der Ketsch trägt mehr zum Vortrieb bei, bei der Yawl dient er vor allem dem Trimm.
Was ist ein Z-Antrieb?
Beim Z-Antrieb sitzt der Motor im Rumpf, die Antriebseinheit hängt außen am Spiegel. Die Kraft wird Z-förmig zum tiefer liegenden Propeller umgelenkt. Vorteile sind Trimmbarkeit und gute Manövrierfähigkeit, Nachteile sind Korrosion und Verschleiß an Gelenk und Dichtungen, die ständig im Wasser liegen.
Was bedeutet CE-Kategorie C bei einem Boot?
Ein Boot der Entwurfskategorie C ist laut EU-Sportbootrichtlinie für Windstärken bis einschließlich 6 Beaufort und signifikante Wellenhöhen bis 2 Meter ausgelegt. Kategorie A gilt für mehr als 8 Beaufort und über 4 Meter Welle, B bis 8 Beaufort und 4 Meter, D bis 4 Beaufort und 0,3 Meter.
Ist der Internationale Bootsschein ein Eigentumsnachweis?
Er macht das Eigentum glaubhaft und wird laut BSH als Eigentumsnachweis anerkannt, ist aber kein Nachweis für das Recht, die deutsche Flagge zu führen. Dafür gibt es das Flaggenzertifikat des BSH, das wiederum ausdrücklich kein Eigentumsnachweis ist.
Quellen
- Schiffsmaße – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Tiefgang – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Verdränger und Gleiter – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Rumpfgeschwindigkeit – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Kiel (Schiffbau) – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Langkieler, Kimmkiel, Kielschwert – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Slup, Topptakelung, Siebenachteltakelung, Kuttertakelung – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Ketsch (Schiffstyp) und Yawl – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Stehendes Gut / Laufendes Gut / Rollreffanlage – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Außenbordmotor – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Innenbordmotor – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Z-Antrieb – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Saildrive – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Querstrahlsteueranlage – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Glasfaserverstärkter Kunststoff / Heckform / Plicht / Flybridge – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Richtlinie 2013/53/EU über Sportboote und Wassermotorräder – Europäische Union / EUR-Lex, abgerufen am 2.10.2026
- Cap Camarat 7.5 WA – Layouts & Specs – Jeanneau, abgerufen am 2.10.2026
- Axopar 28 Cabin – technische Daten – Axopar Dénia (Händler), abgerufen am 2.10.2026
- Internationaler Bootsschein (IBS) – ELWIS / WSV, abgerufen am 2.10.2026
- Kleinfahrzeugkennzeichen – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Flaggenzertifikate – Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, abgerufen am 2.10.2026
- See- und Binnenschifffahrtsfunk – FAQ Schiffsregister – Bundesnetzagentur, abgerufen am 2.10.2026