Funkschein SRC & UBI
Aktualisiert am · Redaktion yachtkaufen.com
Der SRC Funkschein ist das amtliche Funkzeugnis für alle, die auf See ein UKW-Funkgerät an Bord haben – ob festes DSC-Gerät am Steuerstand oder Handfunke. Für Flüsse, Kanäle und Binnenseen gibt es mit dem UBI ein eigenes Zeugnis, für Langfahrt mit Kurzwelle und Satellit das LRC. Dieser Ratgeber erklärt, wann welcher Schein Pflicht ist, wie die Prüfung abläuft, welche Gebühren DMYV und DSV 2026 verlangen und was Bootseigner zusätzlich bei der Bundesnetzagentur erledigen müssen.
SRC, UBI und LRC im Überblick
In Deutschland gibt es für die Sportschifffahrt drei Funkzeugnisse. Prüfung und Erteilung liegen bei den beiden vom Bund beauftragten Verbänden, dem Deutschen Motoryachtverband (DMYV) und dem Deutschen Segler-Verband (DSV), mit ihren regionalen Prüfungsausschüssen.
| Zeugnis | Gilt für | Mindestalter | Amtliche Gebühr 2026 |
|---|---|---|---|
| SRC (Short Range Certificate) | Seefunk auf UKW inkl. GMDSS/DSC | 15 Jahre | 127,88 € |
| UBI (UKW-Sprechfunkzeugnis Binnen) | Binnenschifffahrtsfunk | 15 Jahre | 108,71 € |
| LRC (Long Range Certificate) | Seefunk auf UKW, Grenz- und Kurzwelle, Satellit | 18 Jahre | 187,48 € (138,63 € mit SRC) |
- SRC: Das „Beschränkt Gültige Funkbetriebszeugnis“ berechtigt zum Seefunkdienst im weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem GMDSS auf Ultrakurzwelle. DMYV und DSV geben die Reichweite mit bis zu etwa 35 Seemeilen an. „Beschränkt“ bezieht sich nur auf die Art der Funkanlage, nicht auf ein Revier oder eine Frist.
- UBI: Das UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk berechtigt zum Bedienen einer Schiffsfunkstelle auf Binnenschifffahrtsstraßen. Laut ELWIS gilt es auch auf Seeschifffahrtsstraßen binnenwärts der Grenze der Seefahrt. Zuständige Behörde ist das Amt für Binnen-Verkehrstechnik (ABVT) in Koblenz.
- LRC: Das „Allgemeine Funkbetriebszeugnis“ erweitert das SRC um Grenzwelle, Kurzwelle und Seefunk über Satellit (Inmarsat). Es schließt das SRC ein und ist nur für Langfahrt mit entsprechender Ausrüstung nötig.
Alle drei Zeugnisse sind unbefristet gültig. Sie werden laut DMYV und DSV im Ausland regelmäßig anerkannt, die Anerkennung richtet sich im Einzelfall aber nach dem Recht des jeweiligen Landes.
Rechtsgrundlage: Wann der Funkschein Pflicht ist
Eine allgemeine Pflicht, auf einem Sportboot ein Funkgerät zu haben, gibt es nicht. Die Pflicht zum Funkschein folgt aus der Ausrüstung:
- Seefunk: Nach § 1 Absatz 7 der Sportseeschifferscheinverordnung (SportSeeSchV) müssen Führer von Sportfahrzeugen ihre Befähigung zur Teilnahme am mobilen Seefunkdienst „entsprechend der funktechnischen Ausrüstung“ nachweisen. Als Nachweis gelten LRC, SRC oder ein anderes anerkanntes Seefunkzeugnis. Ist also ein UKW-Seefunkgerät an Bord, braucht der Schiffsführer mindestens das SRC. Wer die Funkstelle tatsächlich bedient, braucht ebenfalls ein passendes Zeugnis.
- Binnenfunk: Die Binnenschifffahrt-Sprechfunkverordnung (BinSchSprFunkV) regelt Betrieb und Zeugnispflicht. Laut DMYV und DSV muss, sobald eine UKW-Sprechfunkanlage für den Binnenschifffahrtsfunk an Bord ist, der Fahrzeugführer oder ein Mitglied der Besatzung das UBI besitzen. Zusätzlich ist an Bord das Handbuch Binnenschifffahrtsfunk mitzuführen.
- Kombigeräte: Viele moderne Geräte können See- und Binnenfunk. Entscheidend ist laut DMYV und DSV, welchen Funkdienst Sie tatsächlich ausüben: Für Seefunk reicht das Seefunkzeugnis, für Binnenfunk das UBI.
Ein Sonderfall ist das Ausland: Ausländische Seefunkzeugnisse werden in Deutschland nur im Rahmen einer Gastregelung anerkannt, wenn sich die Inhaber nicht länger als ein Jahr im Inland aufhalten. Ein britisches RYA-Zertifikat etwa wird für Boote unter deutscher Flagge erst nach einer Anpassungsprüfung anerkannt.
Der UBI Funkschein für Binnenreviere
Der UBI Funkschein ist für alle interessant, die auf Rhein, Elbe, Mosel, Kanälen oder den großen Binnenseen unterwegs sind und dort mit Schleusen, Brücken oder Revierzentralen funken wollen. Die Prüfung findet nur auf Deutsch statt und besteht aus zwei Teilen:
- Theorie: ein Multiple-Choice-Bogen zu Verkehrskreisen, Rangfolge des Funkverkehrs, Frequenzen, dem Senderidentifikationssystem ATIS sowie Technik der Funkanlage. Nach Wikipedia sind 22 Fragen aus einem Katalog von 130 Fragen zu beantworten, mindestens 17 müssen innerhalb von 60 Minuten richtig sein.
- Praxis: Not-, Sicherheits- und Dringlichkeitsverkehr, Routinegespräch und Testsendung am Gerät, dazu Grundeinstellungen wie Kanalwahl, Sendeleistung und Squelch.
Die Gebühren setzen sich aus Zulassung (15,89 Euro), Prüfung (70,03 Euro) und Erteilung (22,79 Euro) zusammen, zusammen 108,71 Euro. Die Wiederholung von Theorie oder Praxis kostet 45,64 Euro. Wer bereits SRC oder LRC hat, legt eine verkürzte Ergänzungsprüfung ab; laut DMYV und DSV sind SRC- und UBI-Prüfung gegebenenfalls am selben Tag möglich. Ein nicht bestandener Teil kann frühestens nach zwei Wochen und spätestens nach sechs Monaten wiederholt werden.
SRC-Prüfung: Ablauf und Anforderungen
Das SRC setzt keinen Sportbootführerschein voraus. Sie müssen 15 Jahre alt sein; zur Prüfung zugelassen werden Sie ab 14 Jahren und 9 Monaten. Die Anmeldung läuft über einen regionalen Prüfungsausschuss. Spätestens 14 Tage vor dem Termin müssen dort der Zulassungsantrag, ein aktuelles Passbild (35 × 45 mm) und die Gebühr vorliegen.
Die Prüfung hat drei Bausteine:
- Fragebogen: 24 Multiple-Choice-Fragen zu Seefunkdienst, GMDSS, Nachrichtenaustausch und englischer Funksprache. Der Fragenkatalog ist bei ELWIS veröffentlicht. Laut Wikipedia umfasst er 180 Fragen; bestanden ist dieser Teil mit mindestens 19 von 24 Punkten in 30 Minuten.
- Funktexte: Eine auf Englisch diktierte Not-, Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldung wird mit dem internationalen Buchstabieralphabet mitgeschrieben und ins Deutsche übersetzt. Zusätzlich übersetzen Sie einen deutschen Text ins Englische.
- Praxis am DSC-Gerät: Sie wickeln Fallbeispiele auf Englisch ab. Zu den Pflichtaufgaben zählen das Senden eines DSC-Notalarms, die Notmeldung, das Weiterleiten eines Notalarms (Distress Relay), das Beenden des Notverkehrs, die Aufhebung eines Fehlalarms sowie Dringlichkeits- und Sicherheitsmeldungen. Vier gestellte Pflichtaufgaben müssen spätestens im zweiten Versuch sitzen. Von höchstens drei weiteren Fertigkeiten, etwa Kanalwechsel oder Routineanruf an eine Küstenfunkstelle, müssen mindestens zwei klappen.
Die gesamte Prüfung muss innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen sein. Eine Wiederholung ist frühestens nach sieben Tagen vor demselben Prüfungsausschuss möglich. Wer zum Termin nicht erscheint, zahlt eine Gebühr in Höhe der beantragten Leistung, höchstens 25 Euro. Die Funkanlage für die Praxis stellt üblicherweise der Prüfungsausschuss.
LRC: Wann sich die Erweiterung lohnt
Das LRC ist für Eigner gedacht, deren Boot Grenzwellen-, Kurzwellen- oder Satellitenfunk an Bord hat, also typischerweise Hochsee- und Langfahrtyachten. Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren (Prüfung ab 17 Jahren und 9 Monaten). Neben dem SRC-Bogen sind 14 zusätzliche Fragen zu beantworten, die Praxis umfasst auch Inmarsat C. Die Gesamtprüfung kostet 187,48 Euro. Wer das SRC bereits besitzt, zahlt beim Prüfungsausschuss München/Nürnberg für die verkürzte Prüfung 138,63 Euro. Für Küsten- und Mittelmeertörns mit UKW genügt das SRC.
Funkschein-Boot-Kosten: Prüfung, Kurs und Funkstelle
Die Funkschein-Boot-Kosten bestehen aus drei Teilen: der amtlichen Prüfungsgebühr, dem Kurs und, als Eigner, der Nummernzuteilung für die Funkstelle.
Amtliche Gebühren (DMYV/DSV, inkl. MwSt.):
| Posten | SRC | UBI |
|---|---|---|
| Zulassung | 18,73 € | 15,89 € |
| Prüfung Theorie und Praxis | 83,19 € | 70,03 € |
| Erteilung | 25,96 € | 22,79 € |
| Summe | 127,88 € | 108,71 € |
| Wiederholung Theorie | 37,02 € | 45,64 € (Theorie oder Praxis) |
| Wiederholung Praxis | 46,17 € |
Kurse: Eine Kurspflicht gibt es nicht. Weil die Praxis an einem echten DSC-Gerät geprüft wird, lohnt aber zumindest ein Praxistraining oder ein Simulator. Zwei Beispiele, Stand Oktober 2026: Die Nautigo Bootsschule bietet ein SRC-Paket mit Onlinekurs und Praxistraining für 299 Euro an und kalkuliert inklusive Gebühren mit 427 Euro; das Kombipaket UBI und SRC kostet 349 Euro, mit Gebühren rechnet die Schule mit rund 580 Euro. Die Segelschule Große Freiheit in Berlin verlangt für den Live-Online-Theoriekurs SRC/UBI je nach Umfang 235 bis 290 Euro, ein Lehrbuch kostet dort 19,90 Euro und eine Funk-Simulationssoftware 29 Euro.
Nummernzuteilung: Als Bootseigner zahlen Sie für die Ship Station Licence der Bundesnetzagentur 59,05 Euro (siehe nächster Abschnitt) sowie einen jährlichen Frequenzbeitrag pro Funkstelle. Für 2023 lag er bei 12,07 Euro TKG-Beitrag plus 0,79 Euro EMVG-Beitrag.
Ersatz und Umschreibung: Eine Ersatzausfertigung oder Umschreibung des SRC kostet laut DSV-Gebührenübersicht 46,07 Euro, eine Ersatzausfertigung des UBI 44,30 Euro.
Realistisch kommen Sie für das SRC mit Kurs auf rund 360 bis 430 Euro. Wer ohnehin den Sportbootführerschein macht, findet die Gesamtrechnung im Ratgeber Sportbootführerschein Kosten; die Segelschule Große Freiheit etwa bietet SBF See, SRC und Pyroschein als Kombikurs für 670 Euro an.
MMSI und Ship Station Licence: Pflichten als Eigner
Der Funkschein ist die persönliche Berechtigung. Das Funkgerät an Bord braucht zusätzlich eigene Nummern. Die Frequenzen des See- und Binnenschifffahrtsfunks sind seit dem 1. Juni 2013 allgemein zugeteilt, die tatsächliche Nutzung hängt aber laut Bundesnetzagentur von einer vorherigen individuellen Zuteilung von Nummern ab:
- Rufzeichen: für jede Sprechfunkanlage in jedem Fall erforderlich.
- MMSI (Maritime Mobile Service Identity): die neunstellige Rufnummer für DSC-Seefunk, AIS und Notrufe. Deutsche Seefunkstellen beginnen mit den Länderkennungen 211 oder 218. Über die MMSI erkennt die Seenotleitung, welches Boot einen DSC-Notalarm sendet.
- ATIS-Nummer: die Kennung für den Binnenschifffahrtsfunk.
Die Zuteilung erfolgt nach § 108 Telekommunikationsgesetz als international anerkannte Urkunde, die Ship Station Licence. Zuständig ist die Außenstelle Hamburg der Bundesnetzagentur. Auch eine Satelliten-Seenotfunkbake (EPIRB) braucht eine Nummernzuteilung. Die Gebühren nach der Besonderen Gebührenverordnung Telekommunikation:
| Vorgang | Gebühr |
|---|---|
| Zuteilung von bis zu drei Nummern (Ship Station Licence) | 59,05 € |
| Änderung eines Zuteilungsbescheids | 53,00 € |
| Übertragung auf Rechtsnachfolger, je Nummernbereich | 71,00 € |
| Bis zu zwei zusätzliche Nummern bei Änderung der Licence | 60,00 € |
Wichtig für die laufenden Kosten: Der Frequenzbeitrag wird für die gesamte Dauer der Zuteilung fällig, unabhängig davon, ob Sie funken. Die Bundesnetzagentur erhebt ihn teils Jahre später; 2026 wurden die Bescheide für 2022 und 2023 verschickt. Wer sein Boot verkauft, sollte die Nummern deshalb aktiv zurückgeben oder übertragen.
Technisch gilt: Kanal 70 darf im Seefunk nur für DSC genutzt werden. DSC-Geräte der Klassen C, F und G sind nicht mehr zulässig. Bei älteren Booten lohnt deshalb der Blick auf das Typenschild des Funkgeräts.
Funkgerät beim Gebrauchtbootkauf
Beim Kauf eines gebrauchten Boots mit Funkanlage gibt es zwei Wege. Fährt das Boot unter deutscher Flagge und übernehmen Sie die Nummern unverändert, beantragen Sie die Übertragung gemeinsam mit dem Verkäufer. Hat der Verkäufer die Nummern bereits zurückgegeben, stellen Sie einen Neuantrag und können dort das bisherige Rufzeichen angeben; ist es noch frei, teilt die Bundesnetzagentur es gegebenenfalls erneut zu. Klären Sie das vor der Übergabe und notieren Sie im Kaufvertrag, welche Funkgeräte, AIS-Transponder und Seenotbaken mitverkauft werden. Weitere Prüfpunkte finden Sie in der Gebrauchtboot kaufen Checkliste, die Registrierung erklärt Boot anmelden.
Wer im Ausland kauft, sollte zusätzlich prüfen, ob das Gerät noch mit einer fremden MMSI programmiert ist. Diese gehört zum alten Flaggenstaat und muss ersetzt werden; mehr zum Ablauf steht im Ratgeber Boot im Ausland kaufen.
Welcher Schein für welches Boot?
Für die meisten Motorbootfahrer an Nord- und Ostsee ist das SRC der sinnvollste erste Funkschein, denn auf See ist UKW der direkte Draht zu Seenotrettung und Revierzentralen. Ist auf einem Küstenboot wie beim Axopar 28 kaufen, Axopar 37 kaufen oder Cap Camarat 7.5 kaufen ein UKW-Seefunkgerät eingebaut, ist das SRC Pflicht – fragen Sie beim Gebrauchtkauf gezielt nach Gerät und Nummernzuteilung. Wer einen Bowrider wie beim Bayliner VR5 kaufen vor allem auf Flüssen und Seen fährt, kommt mit dem UBI aus, sofern ein Binnenfunkgerät an Bord ist.
Wer beides fährt, macht SRC und UBI am besten zusammen. Für Charter im Ausland lohnt sich das SRC ebenfalls; welche Nachweise der Vercharterer verlangt, erklärt der Ratgeber Charter Schein. Der nächste Schritt für Küstentörns ist der Sks Schein.
Passende Boote finden Sie unter Motorboot kaufen. Die Funkausrüstung gehört zudem zu den laufenden Posten, die der Ratgeber Boot Unterhaltskosten einordnet. Wenn Sie schon wissen, welches Boot es werden soll, hinterlegen Sie Ihren Wunsch unter Boot gesucht.
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Häufige Fragen
Ist der SRC Funkschein Pflicht?
Pflicht wird er, sobald eine Seefunkanlage an Bord ist. Nach § 1 Abs. 7 der Sportseeschifferscheinverordnung müssen Führer von Sportfahrzeugen ihre Befähigung zum Seefunk entsprechend der Funkausrüstung nachweisen, für UKW also mit SRC oder LRC. Ein Funkgerät selbst ist auf Sportbooten dagegen nicht generell vorgeschrieben.
Was kostet der SRC Funkschein?
Die amtliche Prüfungsgebühr beträgt 127,88 Euro (Zulassung 18,73 Euro, Prüfung 83,19 Euro, Erteilung 25,96 Euro). Mit Kurs liegen Sie je nach Schule und Format bei rund 360 bis 430 Euro, Lernmaterial wie Lehrbuch oder Simulator kommt gegebenenfalls hinzu.
Brauche ich für das SRC einen Sportbootführerschein?
Nein. Voraussetzung ist nur ein Mindestalter von 15 Jahren; zur Prüfung können Sie bereits mit 14 Jahren und 9 Monaten antreten. Grundkenntnisse in Englisch sind nötig, weil Teile der Prüfung auf Englisch stattfinden.
Was ist der Unterschied zwischen SRC und UBI?
Das SRC berechtigt zum Seefunk auf UKW einschließlich des digitalen Notrufsystems GMDSS/DSC. Das UBI gilt für den Binnenschifffahrtsfunk auf Flüssen, Kanälen und Seen. Bei einem Kombigerät zählt, welchen Funkdienst Sie tatsächlich nutzen. Wer auf Küste und Binnenrevieren funkt, braucht beide Zeugnisse.
Wie lange ist ein Funkschein gültig?
SRC, LRC und UBI gelten unbefristet. Ältere Funkzeugnisse behalten Bestandsschutz im Rahmen der damals erteilten Befähigung. Reine Sprechfunkzeugnisse ohne GMDSS- und DSC-Inhalte berechtigen aber nicht zur Bedienung moderner DSC-Funkanlagen.
Muss ich als Käufer eines gebrauchten Boots eine neue MMSI beantragen?
Nur wenn die Nummern des Verkäufers nicht übernommen werden können. Fährt das Boot unter deutscher Flagge und übernehmen Sie Rufzeichen, MMSI und ATIS eins zu eins, stellen Sie gemeinsam mit dem Verkäufer einen Antrag auf Übertragung bei der Bundesnetzagentur. Hat der Verkäufer die Nummern bereits zurückgegeben, ist ein Neuantrag nötig, und das Gerät muss neu programmiert werden.
Kann ich SRC und UBI an einem Tag machen?
Ja, das ist laut DMYV und DSV gegebenenfalls möglich. Für Inhaber des SRC oder LRC ist die UBI-Prüfung in Theorie und Praxis verkürzt. Bootsschulen bieten deshalb häufig Kombikurse für beide Zeugnisse an.
Quellen
- SRC: Short Range Certificate – DMYV / DSV, abgerufen am 2.10.2026
- UBI: UKW-Sprechfunkzeugnis – DMYV / DSV, abgerufen am 2.10.2026
- LRC: Long Range Certificate – DMYV / DSV, abgerufen am 2.10.2026
- Führerscheine und Funkzeugnisse – Wo gilt welches Funkzeugnis? – DMYV / DSV, abgerufen am 2.10.2026
- FAQs: Funkzeugnisse – DMYV / DSV, abgerufen am 2.10.2026
- Gebühren (SRC, UBI, LRC mit und ohne SRC) – Prüfungsausschuss München/Nürnberg, abgerufen am 2.10.2026
- Gebührenübersicht ab 1. Mai 2025 – Deutscher Segler-Verband, abgerufen am 2.10.2026
- Sportseeschifferscheinverordnung – § 1 Anwendungsbereich – Bundesministerium der Justiz / gesetze-im-internet.de, abgerufen am 2.10.2026
- Sprechfunkzeugnisse – ELWIS / Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, abgerufen am 2.10.2026
- See- und Binnenschifffahrtsfunk – Bundesnetzagentur, abgerufen am 2.10.2026
- Gebühren- und Beitragserhebungen für die Zuteilungen im See- und Binnenschifffahrtsfunk (2022–2023) – Bundesnetzagentur, abgerufen am 2.10.2026
- Beschränkt gültiges Funkbetriebszeugnis – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Rufnummer des mobilen Seefunkdienstes (MMSI) – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- SRC Funkschein – Kurs und Kosten – Nautigo Bootsschule, abgerufen am 2.10.2026
- Theoriekurs Sprechfunkzeugnis SRC / UBI – Kurs J – Segelschule Große Freiheit, Berlin, abgerufen am 2.10.2026