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ILCA / Laser kaufen – Inserate, Preise & Daten

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Wer eine Laser Jolle kaufen möchte, entscheidet sich für die meistgebaute Einhandjolle der Welt: 4,23 Meter lang, rund 59 Kilogramm leicht und mit drei austauschbaren Riggs für Segler zwischen etwa 45 und 93 Kilogramm. Seit 2020 heißt das Boot offiziell ILCA-Dinghy, am Steg und in Inseraten ist aber weiter vom Laser die Rede. Diese Seite erklärt die Varianten, zeigt aktuelle Angebotspreise und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Vom „Freetime“ zum olympischen Laser

Der in Montreal tätige Ian Bruce suchte Ende der 1960er Jahre ein leichtes Boot, das sich auf dem Autodach transportieren lässt. Bruce Kirby entwarf es 1970, zunächst unter dem Namen „Freetime“. 1974 wurde daraus der Laser, ein Student hatte den Namen vorgeschlagen, weil er modern klang. Das Segel zeichnete Hans Fogh. Einfachheit, Haltbarkeit und Segelspaß waren die Leitlinien der Konstruktion.

Der Laser wurde zur strengen Einheitsklasse: Rumpf, Rigg und Segel sind bei allen Booten gleich, ein Boot aus den 1970ern ist im Prinzip identisch mit einem neuen. Seit 1996 ist das Boot olympisch. Laut Deutscher Laser Association (DLAS) wurden bis heute rund 220.000 Exemplare in alle Welt verkauft.

Nach einem Streit um die Markenrechte strichen die Mitglieder 2019 den Namen „Laser“ aus den Klassenregeln. Seitdem heißt das Boot ILCA Jolle oder ILCA-Dinghy, nach der International Laser Class Association. Gebaut wird es von mehreren von ILCA und World Sailing zugelassenen Werften, darunter Devoti, Element 6, Nautivela, Ovington, Performance Sailcraft Japan und ZIM Sailing.

Varianten: ILCA 4, ILCA 6 und ILCA 7

Alle Varianten segeln mit demselben Rumpf, nur Mastunterteil und Segel werden getauscht:

  • ILCA 7 (früher Laser Standard): das Original-Rigg mit 7,06 Quadratmetern, olympische Männer-Einhandklasse.
  • ILCA 6 (früher Laser Radial): 1989 eingeführt, 5,76 Quadratmeter, kürzeres und flexibleres Mastunterteil. Seit 1998 Jugendmeisterschaftsklasse des DSV und seit 2008 olympische Frauen-Einhandklasse.
  • ILCA 4 (früher Laser 4.7): 4,7 Quadratmeter, ideal für Einsteiger, Schulung und leichte Jugendliche nach dem Opti.

Für Käufer heißt das: Ein Boot mit zwei Riggs ist besonders flexibel. Wer vom ILCA 6 auf ILCA 7 umsteigt, braucht nur ein anderes Mastunterteil und das passende Segel. Seit 2015 gibt es für das ILCA 7 zudem das haltbarere Segel „Mark II“, das die typischen Falten des alten Segels vermeidet, aber nicht schneller ist.

Daneben gab es unter der Marke Laser weitere Boote wie Pico oder Vago. Sie haben mit der olympischen Einhandjolle nur den Namen gemeinsam. Achten Sie bei der Suche nach einem Laser Dinghy darauf, welches Boot gemeint ist.

Technische Daten

Technische Daten ILCA / Laser
Länge über alles (LüA)4,23 m
Breite1,37 m
Tiefgang0,79 m
Trockengewicht59 kg
Segelfläche7,06 m²
Personen (max.)1
KonstruktionBruce Kirby (mit Ian Bruce), Segel von Hans Fogh
WerftVerschiedene von ILCA und World Sailing zugelassene Hersteller (u. a. Devoti, Element 6, Nautivela, Ovington, Performance Sailcraft Japan, ZIM Sailing); früher u. a. Laser Performance und Performance Sailcraft
Bauzeitseit 1970

Die Laser Jolle technische Daten sind seit 1970 praktisch unverändert. Der Rumpf ist 4,23 Meter lang und 1,37 Meter breit, mit Schwert beträgt der Tiefgang knapp 79 Zentimeter. Das Rumpfgewicht liegt bei rund 59 Kilogramm. Die Segelfläche in der Tabelle gilt für das ILCA-7-Rigg. Der Mast besteht aus Unter- und Oberteil, das Segel wird mit seiner Masttasche über den Mast gezogen.

Gebrauchtpreise

Baujahr / VersionPreisspanne
Baujahr ca. 1982–19901.000 € – 1.750 €
Baujahr 2010–20173.500 € – 6.900 €
Baujahr 2019–2023 (ILCA)5.500 € – 6.500 €
Angebotspreise (teils Verhandlungsbasis), keine erzielten Verkaufspreise; rund 15 Inserate kompletter Boote, Baujahr teils über die Rumpfnummer bestimmt. Quelle: Auswertung der Inserate auf Kleinanzeigen und im Bootsmarkt der Deutschen Laser Association, Stand 2.10.2026

Für die Tabelle haben wir am 2. Oktober 2026 die Inserate auf Kleinanzeigen (Suchbegriffe „Laser Jolle“, „ILCA“, „Laser Radial“, „Laser Standard“) und im Bootsmarkt der Deutschen Laser Association ausgewertet, insgesamt rund 15 Angebote kompletter Boote. Händlerangebote für überholte Altboote ohne Baujahr sowie Zubehör haben wir nicht berücksichtigt. Fehlte das Baujahr, haben wir es anhand der Rumpfnummer und der DLAS-Tabelle bestimmt. Es handelt sich um Angebotspreise, nicht um Verkaufspreise.

Der Laser Jolle Preis hängt vor allem von Alter, Zustand und Klassenlegalität ab. Alte Boote aus den 1980er Jahren gibt es ab etwa 1.000 Euro, sie reichen für Freizeit und Vereinsregatten. Boote ab etwa 2010 kosten 3.500 Euro und mehr; neuere ILCAs von zugelassenen Herstellern lagen bei 5.500 bis 6.500 Euro. Wer eine Laser Jolle gebraucht kauft, sollte auch das Zubehör bewerten: Ein zweites Rigg, Carbon-Oberteil, Slipwagen und Trailer erhöhen den Wert.

Unterhaltskosten pro Jahr

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Tragen Sie Ihre jährlichen Kosten in Euro ein.

Hafengeld bzw. Jahresliegeplatz

Kranen, Lagerplatz, Ein-/Auswintern

Haftpflicht + Kasko

Faustregel: Rücklage für Instandhaltung

Material + Arbeit

Öl, Filter, Impeller, Anoden

je nach Nutzung

Summe 0 € + Reserve 0 €
pro Jahr0 €≈ 0 €/Monat

Für den Laser liegen uns keine belastbaren Durchschnittswerte vor, deshalb ist der Rechner nicht vorbefüllt. Bei einer Jolle dieser Größe fallen vor allem Vereinsbeitrag und Stellplatz im Verein, Versicherung und Ersatzteile an; Kraftstoff, Antifouling und Kranen entfallen. Größter Verschleißposten ist das Segel: Das neue ILCA-7-Segel kostete bei der Einführung 2015 rund 550 Euro. Gebrauchte Riggteile werden im DLAS-Bootsmarkt deutlich günstiger gehandelt, zum Beispiel Mastunterteile für 70 bis 170 Euro und Carbon-Oberteile für 250 bis 400 Euro. Tragen Sie Ihre Werte ein; mit dem Boot Kosten Rechner können Sie auch mehrere Boote vergleichen.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Der wichtigste Punkt beim Laserkauf ist nicht der Zustand, sondern die Klassenlegalität, sofern Sie Regatten segeln wollen:

  • World-Sailing-Plakette: Nur Rümpfe mit Plakette (früher ISAF) am hinteren Cockpitende sind klassenlegal. Laser Performance hat im März 2019 den Status als zugelassener Hersteller verloren; spätere Boote dieses Herstellers ohne Plakette sind auf DLAS-, ILCA- und World-Sailing-Regatten nicht zugelassen und lassen sich nicht nachträglich lizenzieren.
  • Segel und Riggteile: Klassenlegale Segel tragen einen roten (beim Mark-II-Segel orangen) Segelmacherknopf am Hals, Riggteile, Ruder und Schwert einen ILCA-Aufkleber oder QR-Code.
  • Rumpf: Auf weiche Stellen im Deck und rund um Mastfuß und Cockpit achten. Risse, Reparaturen und eingedrungenes Wasser mindern den Wert.
  • Mastfuß und Mastunterteil: Korrosion und Verbiegungen prüfen, ebenso den Sitz des Mastes im Köcher.
  • Ruder und Schwert: Kanten, Risse und Spiel im Ruderkopf kontrollieren.
  • Beschläge: Strecker, Umlenkrollen und Klemmen auf Funktion prüfen; viele Boote wurden auf die neueren Systeme umgerüstet.
  • Messbrief: Den Messbrief des Vorbesitzers mitnehmen. Bei der DLAS ist der erste Messbrief für Mitglieder kostenlos, Nichtmitglieder zahlen 50 Euro.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Riesige, internationale Klasse mit Regatten von der Clubebene bis Olympia
  • Autodach-tauglich, schnell aufgebaut
  • Drei Riggs für Jugendliche, Frauen und schwere Segler
  • Einfache, robuste Technik ohne Wartungsaufwand für Motor oder Unterwasserschiff
  • Breiter Gebrauchtmarkt für Boote und Ersatzteile

Nachteile

  • Körperlich anspruchsvoll, besonders mit ILCA 7
  • Nur für eine Person
  • Klassenlegalität bei Booten bestimmter Hersteller und Baujahre eingeschränkt
  • Neue Boote sind seit dem Herstellerwechsel teurer geworden

Alternativen zum Laser

Für Kinder bis etwa 15 Jahre ist der Opti das passende Boot, wenn Sie eine Optimist Jolle kaufen möchten. Wer schnell und zu zweit segeln will, findet im Katamaran Hobie Cat 16 kaufen eine günstige Alternative. Mit Kajüte und Crew sind Kielboote wie das H-Boot kaufen oder das Folkeboot kaufen eine Option. Alle kleineren Boote finden Sie unter Jolle kaufen.

Laser gesucht?

Junge, klassenlegale Boote sind gefragt und oft schnell verkauft. Wenn Sie kein passendes Inserat finden, tragen Sie sich unter Boot gesucht ein. Verkäufer sehen Ihren Suchauftrag und können sich direkt bei Ihnen melden.

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Häufige Fragen

Was kostet eine gebrauchte Laser Jolle?

In unserer Stichprobe vom 2. Oktober 2026 lagen ältere Boote der Baujahre um 1982 bis 1990 bei 1.000 bis 1.750 Euro, Boote von 2010 bis 2017 bei 3.500 bis 6.900 Euro und neuere ILCAs ab Baujahr 2019 bei 5.500 bis 6.500 Euro. Das sind Angebotspreise, keine erzielten Verkaufspreise. Trailer, Slipwagen und ein zweites Rigg erhöhen den Preis.

Was ist der Unterschied zwischen Laser und ILCA?

Es ist dasselbe Boot. Nach einem Markenstreit wurde der Name „Laser“ 2019 aus den Klassenregeln gestrichen, seit 2020 heißt das Boot ILCA-Dinghy. Entscheidend für Regatten ist nicht der Name, sondern ob der Rumpf von einem zugelassenen Hersteller stammt und die World-Sailing-Plakette trägt.

Welches Rigg brauche ich: ILCA 4, 6 oder 7?

Alle drei Riggs passen auf denselben Rumpf. ILCA 7 (früher Standard) hat 7,06 Quadratmeter Segelfläche, ILCA 6 (früher Radial) 5,76 Quadratmeter und ILCA 4 (früher 4.7) 4,7 Quadratmeter. ILCA 4 ist für Einsteiger und leichte Jugendliche gedacht, ILCA 7 für schwere, gut trainierte Segler.

Wie erkenne ich das Baujahr eines Lasers?

Über die Segel- bzw. Rumpfnummer. Die Deutsche Laser Association veröffentlicht eine Tabelle, die Nummernbereiche den Baujahren zuordnet. Ab Rumpfnummer 148200 ist die Nummer auf einer Plakette am hinteren Ende des Cockpits angebracht, bei älteren Booten in Deck oder Heckspiegel eingegossen.

Passt ein Laser auf das Autodach?

Ja. Der Rumpf wiegt rund 59 Kilogramm und ist 4,23 Meter lang, das Boot wurde ausdrücklich für den Transport auf dem Autodach konstruiert. Zum Aufladen sind zwei Personen sinnvoll.

Brauche ich einen Messbrief?

Für Ranglistenregatten ja. Der Messbrief bestätigt, dass der Rumpf den Regeln entspricht. Für Mitglieder der Deutschen Laser Association ist der erste Messbrief für ein eigenes Boot kostenlos, Nichtmitglieder zahlen 50 Euro. Lassen Sie sich beim Gebrauchtkauf den alten Messbrief geben.

Quellen

  1. Was ist eigentlich ein ILCA-Dinghy? – Deutsche Laser Association (DLAS), abgerufen am 2.10.2026
  2. Ist mein Boot klassenlegal? – Deutsche Laser Association (DLAS), abgerufen am 2.10.2026
  3. Baujahre älterer Boote – Deutsche Laser Association (DLAS), abgerufen am 2.10.2026
  4. Messbriefe – Deutsche Laser Association (DLAS), abgerufen am 2.10.2026
  5. Bootsmarkt – Deutsche Laser Association (DLAS), abgerufen am 2.10.2026
  6. Laser (dinghy) – Wikipedia (englisch), abgerufen am 2.10.2026
  7. Laser: neu, aber keinen Deut schneller – YACHT, abgerufen am 2.10.2026
  8. Inserate „Laser Jolle“, „ILCA“, „Laser Radial“, „Laser Standard“ – Kleinanzeigen, abgerufen am 2.10.2026