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Wer einen Fountaine Pajot kaufen möchte, entscheidet sich für eine der ältesten Serienwerften für Fahrtenkatamarane. Das Unternehmen aus der Charente-Maritime an der französischen Atlantikküste baut Segelkatamarane von rund 12 bis über 23 Metern und daneben Motorkatamarane. Auf dieser Seite finden Sie die Geschichte der Werft, die wichtigen Baureihen und Hinweise, worauf es beim Kauf eines gebrauchten Boots ankommt. Die aktuellen Inserate und alle Modellseiten der Marke sehen Sie direkt darunter.
Werftgeschichte: von Regattaseglern zum Katamaran-Spezialisten
Fountaine Pajot wurde 1976 von Jean-François Fountaine, Yves Pajot, Daniel Givon und Rémi Tristan gegründet. Die Gründer kamen aus dem Regattasport: Jollen wie 505, 470 und 420, später Hochseeregatten mit IOR-Prototypen und Half Tonnern. Anfangs baute die Werft deshalb Einrumpf-Regattaboote.
Die Wende kam 1983 mit dem Louisiane 37, dem ersten Fahrtenkatamaran der Werft. Es folgten Modelle wie Maldive 32 und Fidji 39, die das Konzept des komfortablen Serienkatamarans prägten. Seit 1978 sitzt das Unternehmen in Aigrefeuille-d'Aunis, wo bis heute die Kernpalette gefertigt wird.
Wichtige Stationen danach:
- 2002 bis 2006: Umstellung auf Infusions- und Injektionsverfahren im Rumpfbau
- 2007: Börsengang, heute notiert die Aktie an der Euronext Growth
- 2013: Start der Motorboot-Linie, zunächst als Fountaine Pajot Trawlers
- 2014: Nicolas Gardies übernimmt die Geschäftsführung
- 2018: Übernahme von Dufour Yachts, seitdem vier Produktionsstandorte
Produziert wird heute in Aigrefeuille, in La Rochelle (große Flaggschiffe), in Gujan-Mestras (Motoryachten, 2021 erweitert) und in Périgny, dem historischen Dufour-Werk. Den Vorsitz hat Claire Fountaine, die Gründerfamilie ist also weiterhin eingebunden. Nach eigenen Angaben hat die Werft mehr als 4.000 Boote zu Wasser gelassen.
Baureihen: der Fountaine Pajot Katamaran heute und früher
Das aktuelle Segelprogramm trägt nüchterne Typenbezeichnungen: FP41, FP44, FP48, FP51 und FP55 decken den Bereich von etwa 12 bis 17 Metern ab. Darüber stehen die Yachten Samana 59, FPY 70s, Thira 80 und die FPY 120S. Die Motorkatamarane laufen unter dem Kürzel FPY (Fountaine Pajot Yachts). Bis 2030 will die Werft alle Segelkatamarane und Segelyachten mit Hybridantrieb ausliefern.
Auf dem Gebrauchtmarkt dominieren dagegen die Vorgängermodelle mit Inselnamen. Drei davon behandeln wir ausführlich:
- Fountaine Pajot Lucia 40 kaufen: der kompakte Einstieg in die Marke, beliebt bei Paaren und kleinen Familien
- Fountaine Pajot Astrea 42 kaufen: etwas mehr Volumen und Zuladung für längere Törns
- Saona 47 kaufen: das größere Fahrtenmodell mit viel Platz für Gäste
Einen Überblick über alle Werften und Größenklassen finden Sie in der Kategorie Katamaran kaufen.
Fountaine Pajot gebraucht: worauf es ankommt
Fountaine-Pajot-Katamarane sind auf dem Gebrauchtmarkt gut vertreten, weil die Werft seit Jahrzehnten in großen Stückzahlen baut. Für Käufer bedeutet das eine breite Auswahl, aber auch große Unterschiede zwischen einzelnen Booten. Diese Punkte sollten Sie vor dem Kauf klären:
Charter- oder Eignerboot? Viele Fahrtenkatamarane dieser Größe wurden für Charterflotten gebaut. Eignerversionen haben meist eine ganze Rumpfhälfte als Eignersuite, Charterversionen mehr Kabinen und Nasszellen. Ein Ex-Charterboot ist nicht automatisch schlechter, hat aber oft viele Motorstunden und intensiv genutzte Beschläge. Fragen Sie nach Logbuch, Wartungsnachweisen und Schadenshistorie.
Zwei Motoren, zwei Antriebe. Ein Katamaran hat doppelte Technik: zwei Motoren, zwei Saildrives oder Wellenanlagen, oft zwei Generatorkreise. Lassen Sie beide Maschinen prüfen und achten Sie auf die Dichtungen der Saildrives.
Brückendeck und Rümpfe. Prüfen Sie beim Gutachten die Verbindung zwischen Brückendeck und Rümpfen, die Ruderanlagen und den Unterwasserbereich beider Rümpfe.
Steuerstatus und Flagge. Gerade bei Booten aus Mittelmeer- oder Karibikcharter sollten Sie den Mehrwertsteuerstatus und die Registrierung genau prüfen.
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Modellübersicht
Häufige Fragen
Wo werden Fountaine-Pajot-Katamarane gebaut?
Die Werft sitzt in Aigrefeuille-d'Aunis bei La Rochelle, wo seit 1978 die Kernpalette entsteht. Die großen Modelle werden in La Rochelle gebaut, die Motoryachten in Gujan-Mestras. Seit der Übernahme von Dufour gehört auch das Werk in Périgny zur Gruppe.
Gehören Fountaine Pajot und Dufour zusammen?
Ja. Fountaine Pajot hat 2018 die Einrumpf-Werft Dufour Yachts übernommen. Dufour-Segelyachten werden aber weiterhin unter eigenem Namen gebaut und verkauft.
Warum findet man Lucia, Astrea oder Saona nicht mehr im Werftprogramm?
Die Werft hat ihre Segelkatamarane auf eine neue Typenbezeichnung umgestellt: Das aktuelle Programm heißt FP41, FP44, FP48, FP51 und FP55. Die früheren Modelle mit Inselnamen sind deshalb vor allem auf dem Gebrauchtmarkt zu finden.
Quellen
- Fountaine Pajot: half a century of history, expertise and ambition – Fountaine Pajot, abgerufen am 2.10.2026
- Fountaine Pajot – Gruppe (Startseite) – Fountaine Pajot, abgerufen am 2.10.2026
- Sailing catamarans – aktuelle Modellpalette – Fountaine Pajot, abgerufen am 2.10.2026
- Fountaine Pajot Motor Yachts – Fountaine Pajot, abgerufen am 2.10.2026
- Fountaine-Pajot – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026