Zum Inhalt springen
yachtkaufen.com

Trailerbare Segelyacht kaufen

Aktuelle Inserate

Käuferliste

Noch keine passenden Inserate – Suchauftrag anlegen

Sobald ein passendes Boot inseriert wird, erfahren Sie es per E-Mail: Premium-Inserate sofort, alle anderen im wöchentlichen Überblick. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.

Kostenlos und jederzeit abbestellbar. Wir senden Ihnen passende neue Inserate per E-Mail (Double-Opt-in). Details in der Datenschutzerklärung.

Wer eine trailerbare Segelyacht kaufen möchte, will flexibel bleiben: im Sommer an die Ostsee oder nach Kroatien, im Winter in die Garage oder auf den eigenen Hof statt ins teure Winterlager. Oben sehen Sie trailerbare Yachten, die private Eigner anbieten. Hier lesen Sie, was ein Boot trailerbar macht, welche Führerscheinklassen und Maße auf der Straße gelten, welche Werften typisch sind und worauf Sie bei Boot und Trailer achten sollten.

Was ein trailerbares Segelboot ausmacht

Trailerbar ist eine Yacht, wenn sie mit einem Pkw-Gespann legal und sicher über die Straße bewegt und ohne Kran über eine Slipbahn zu Wasser gelassen werden kann. Laut ADAC brauchen viele trailerbare Boote zum Ein- und Auswassern keinen teuren Kran. Drei Dinge entscheiden darüber:

  • Breite: Fahrzeug und Ladung dürfen nach § 22 StVO zusammen nicht breiter als 2,55 Meter sein. Die meisten Trailerboote bleiben deshalb knapp darunter, die Etap 22i etwa ist 2,47 Meter breit, die Varianta 18 2,45 Meter.
  • Gewicht: Boot, Trailer, Motor und Ausrüstung müssen zur Anhängelast des Zugfahrzeugs und zur eigenen Fahrerlaubnis passen.
  • Tiefgang: Ein fester tiefer Kiel lässt sich kaum slippen. Trailerboote haben deshalb einen Hubkiel, ein Kielschwert, einen Kimmkiel oder einen flachen Kiel mit Schwert.

Wer einen Hubkieler kaufen möchte, gewinnt außerdem Reviere dazu: Mit aufgeholtem Kiel kommen Sie in flache Buchten, Boddengewässer und Häfen, die für Kielyachten tabu sind.

Regeln für das Gespann: Führerschein, Breite, Trailer

Führerscheinklassen (§ 6 FeV und Anlage 9 FeV):

  • Klasse B: Anhänger bis 750 kg zulässige Gesamtmasse oder ein schwererer Anhänger, sofern das Gespann insgesamt höchstens 3.500 kg zulässige Gesamtmasse hat.
  • B96: Mit der Schlüsselzahl 96 dürfen Gespanne bis 4.250 kg zulässige Gesamtmasse gefahren werden. Laut ADAC erwerben Sie die Berechtigung über eine Fahrerschulung.
  • Klasse BE: Anhänger bis 3.500 kg zulässige Gesamtmasse, unabhängig vom Gesamtgewicht des Gespanns. Für noch schwerere Anhänger brauchen Sie laut ADAC C1E.

Unabhängig vom Führerschein darf die Anhängelast nach § 42 StVZO die Werte des Zugfahrzeugs nicht überschreiten. Prüfen Sie also vor dem Kauf, was Ihr Auto ziehen darf.

Maße und Ladung: Die Höchstbreite liegt bei 2,55 Meter. Nach hinten darf die Ladung, zum Beispiel der gelegte Mast, bis 1,5 Meter überstehen, auf Strecken bis 100 Kilometer bis 3 Meter. Ragt sie mehr als einen Meter über die Rückstrahler hinaus, muss sie gekennzeichnet werden. Das Boot muss so gesichert sein, dass es auch bei einer Vollbremsung nicht verrutscht.

Trailer: Bootsanhänger, die nur Sportgeräte transportieren, sind laut ADAC zulassungs- und steuerfrei und tragen ein grünes Kennzeichen. Sie müssen alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung. Eine Versicherungspflicht besteht nicht, eine Trailer-Haftpflicht wird aber empfohlen. Mehr dazu unter Bootstrailer Zulassung, passende Anhänger finden Sie unter Bootstrailer kaufen.

Typische Werften und Modelle

  • Dehler: Die Werft aus dem sauerländischen Freienohl wurde mit der Varianta groß. Die Kielschwert-Yacht nach einem Entwurf von E. G. van de Stadt ist 6,40 bis 6,50 Meter lang, 2,10 Meter breit, wiegt segelfertig rund 760 kg und wurde von 1966 bis 1982 etwa 4.000-mal gebaut. Die Optima 83 entwarf Dehler ausdrücklich als schnelles, trailerfreundliches Boot. Angebote unter Dehler kaufen und Varianta 65 kaufen.
  • Varianta 18: Die kleine Kielyacht von Judel/Vrolijk kam 2009 auf den Markt, wird seit 2020 von Zanon Nautic am Schluchsee gebaut und ist mit 5,75 Meter Länge und 710 bis 770 kg gut zu trailern.
  • Etap: Die belgische Werft aus Malle (gegründet 1970) baute ihre Boote in Schaum-Sandwich-Bauweise, die sie unsinkbar macht. Die Etap 22i (1983 bis 1996, 550 Stück) hat einen Hubkiel mit Bombe, der per Schneckengetriebe vom Deck aus bedient wird. Der Tiefgang liegt zwischen 0,40 und 1,25 Meter, das Gewicht bei 975 kg.
  • Hunter: Die britische Werft (gegründet 1969) baute kleine Kajütboote wie die Hunter 19 und die Sonata, später mit der Horizon-Serie Fahrtenboote mit Kimmkiel. Nicht zu verwechseln mit der amerikanischen Werft Hunter Marine.

Einen redaktionellen Vergleich beliebter Modelle finden Sie unter Beste trailerbare Segelyacht.

Trailerbare Yacht gebraucht: darauf sollten Sie achten

Beim Gebrauchtkauf prüfen Sie zwei Fahrzeuge, das Boot und den Trailer:

  • Kielmechanik: Lassen Sie den Hubkiel oder das Schwert vollständig auf- und abfahren. Spindel, Winde, Seil und Lagerung dürfen nicht klemmen. Kontrollieren Sie den Kielkasten auf Risse und Feuchtigkeit.
  • Rumpf: Kleine Kajütboote sind oft Jahrzehnte alt. Achten Sie auf Haarrisse und Feuchtigkeit im Laminat, Hinweise gibt der Ratgeber Osmose Boot.
  • Trailer: Prüfen Sie Rahmen auf Rost, Bremsen, Reifenalter, Beleuchtung, Auflagen und Winde, dazu die Papiere und das Datum der letzten Hauptuntersuchung. Das zulässige Gesamtgewicht des Trailers muss zum Boot samt Ausrüstung passen.
  • Gewicht realistisch ansetzen: Die Herstellerangabe gilt meist für das leere Boot. Motor, Batterie, Segel und Ausrüstung kommen hinzu, ebenso der Trailer selbst.
  • Mastlegevorrichtung: Wer häufig trailert, braucht ein Rigg, das sich zu zweit stellen und legen lässt.
  • Dokumente: Bei Booten aus dem EU-Ausland kann laut ADAC ein Nachweis über die gezahlte Mehrwertsteuer verlangt werden. Mehr dazu unter Mehrwertsteuer Nachweis Boot.

Eine vollständige Prüfliste bietet die Gebrauchtboot kaufen Checkliste, bei Unsicherheit hilft ein Bootsgutachter. Weil das Boot im Winter auf dem eigenen Trailer stehen kann, sparen Sie oft Kosten, die bei Kielyachten anfallen. Einen Vergleich bietet Winterlager Boot Kosten.

Hubkieler kaufen: Suchauftrag anlegen

Gepflegte Trailerboote mit gutem Anhänger sind gefragt, besonders vor Saisonbeginn. Wenn das passende Boot gerade nicht dabei ist, legen Sie unter Boot gesucht einen Suchauftrag mit Modell, Breite, Gewicht und Budget an.

Käuferliste

Suchauftrag anlegen – wir melden uns, sobald Ihr Boot inseriert wird

Sobald ein passendes Boot inseriert wird, erfahren Sie es per E-Mail: Premium-Inserate sofort, alle anderen im wöchentlichen Überblick. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.

Kostenlos und jederzeit abbestellbar. Wir senden Ihnen passende neue Inserate per E-Mail (Double-Opt-in). Details in der Datenschutzerklärung.

Häufige Fragen

Welchen Führerschein brauche ich für ein Boot auf dem Trailer?

Mit Klasse B dürfen Sie einen Anhänger bis 750 kg zulässiger Gesamtmasse ziehen oder einen schwereren, solange das Gespann insgesamt höchstens 3.500 kg zulässige Gesamtmasse hat. Mit der Schlüsselzahl 96, die Sie über eine Fahrerschulung erwerben, sind Gespanne bis 4.250 kg erlaubt. Darüber brauchen Sie Klasse BE, mit der der Anhänger bis 3.500 kg wiegen darf.

Wie breit darf ein Boot auf dem Trailer sein?

Nach § 22 StVO dürfen Fahrzeug und Ladung zusammen nicht breiter als 2,55 Meter sein. Für das Trailern hinter dem Pkw kommen deshalb vor allem Yachten in Frage, die samt Trailer innerhalb dieses Maßes bleiben.

Muss ein Bootstrailer zum TÜV?

Ja. Laut ADAC müssen Bootsanhänger nach § 29 StVZO alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung. Werden sie ausschließlich für Sportgeräte genutzt, sind sie zulassungs- und steuerfrei und tragen ein grünes Kennzeichen.

Was ist der Unterschied zwischen Hubkiel und Kielschwert?

Ein Hubkiel wird senkrecht nach oben gezogen, oft mit einer Spindel oder Winde, der Ballast sitzt meist in einer Bombe am unteren Ende. Ein Kielschwert kombiniert einen flachen Ballastkiel mit einem Schwert, das ausgeklappt wird. Beide verringern den Tiefgang so weit, dass das Boot auf den Trailer und über die Slipbahn passt.

Quellen

  1. Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) § 6 Einteilung der Fahrerlaubnisklassen – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 2.10.2026
  2. Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) Anlage 9 – Schlüsselzahlen – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 2.10.2026
  3. Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) § 22 Ladung – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 2.10.2026
  4. Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) § 32 Abmessungen – Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 2.10.2026
  5. Mit dem Bootsanhänger durch Europa – ADAC Skipper, abgerufen am 2.10.2026
  6. Boot slippen: So wird's gemacht – ADAC Skipper, abgerufen am 2.10.2026
  7. Varianta – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
  8. Varianta 18 – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
  9. Dehler – History – Dehler Yachts, abgerufen am 2.10.2026
  10. ETAP Yachting – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
  11. ETAP 22i – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
  12. Hunter Boats – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026