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Wer einen Leopard Katamaran kaufen möchte, entscheidet sich für eine Marke, die im Charter genauso zu Hause ist wie bei Langfahrtseglern. Die Boote kommen aus Kapstadt in Südafrika und sind für Hochseeüberführungen gebaut, denn jedes Boot muss erst einmal von der Südspitze Afrikas zu seinem Eigner kommen. Hier lesen Sie, wie die Werft entstanden ist, welche Segel- und Motorkatamarane es gibt und worauf es bei einem Leopard Katamaran gebraucht ankommt.

Werftgeschichte: Robertson and Caine in Kapstadt

Hinter Leopard steht die Werft Robertson and Caine, 1991 von John Robertson und Jerry Caine in Kapstadt gegründet. Robertson baute schon seit 1977 Boote. Entscheidend für den Aufstieg war die Partnerschaft mit der Chartergesellschaft The Moorings, die ab 1995 bestand: 1996 bestellte The Moorings die ersten acht Katamarane. 1997 entstand die Marke Leopard für den Verkauf an Privateigner, später kam Sunsail als zweiter Charterpartner hinzu.

Konstruiert werden die Rümpfe vom Büro Simonis Voogd Yacht Design. Heute gehört Leopard zur Travelopia-Gruppe, hinter der der Finanzinvestor KKR steht. Laut Werft wurden in gut 30 Jahren 26 Modelle entwickelt und mehr als 3.500 Segel- und Motorkatamarane gebaut. Robertson and Caine fertigt rund 200 Katamarane pro Jahr, je etwa zur Hälfte für Privateigner unter dem Namen Leopard und für die Charterflotten von The Moorings und Sunsail. Die Boote sind sowohl nach europäischer CE-Norm als auch nach amerikanischem NMMA/ABYC-Standard zertifiziert.

Die Modelllinien

Leopard baut zwei Linien: Segelkatamarane und Motorkatamarane mit dem Kürzel PC (Power Catamaran).

  • Segelkatamarane: Aktuell gehören Leopard 43, 46 und 52 zum Programm. Typisch für die Marke ist das Vorschiffscockpit, das alle Modelle über 42 Fuß haben und das über eine Tür direkt vom Salon erreichbar ist. Gestufte Rümpfe halten die Wasserlinie schmal und schaffen darüber Volumen.
  • Motorkatamarane: Leopard 40PC, 46PC und 53PC mit abgeschotteten Maschinenräumen.

Auf dem Gebrauchtmarkt besonders wichtig ist die Leopard 45, die 2017 als Nachfolgerin der Leopard 44 von 2012 kam. Sie war eines der ersten Modelle mit großem Vorschiffscockpit, das Konstrukteur Alex Simonis durch stark ausgestellte Rümpfe mit viel Reserveauftrieb ermöglichte. Details, Daten und Preise finden Sie unter Leopard 45 kaufen.

Leopard Katamaran gebraucht: was die Marke auf dem Markt ausmacht

Weil rund die Hälfte der Produktion in die Charterflotten von The Moorings und Sunsail geht, kommen viele gebrauchte Leopard aus dem Charter. Wer international unter „Leopard catamaran for sale" sucht, findet deshalb viele Boote direkt in den Charterbasen. Leopard betreibt zudem eine eigene Brokerage, die gebrauchte Leopard sowie Ex-Charter-Boote von The Moorings und Sunsail vermittelt.

Ein Ex-Charter-Boot kann ein guter Kauf sein, wenn die Geschichte bekannt ist. Prüfen Sie vor allem:

  • Vorgeschichte: Wie lange und in welchem Revier lief das Boot im Charter? Gibt es Wartungsprotokolle?
  • Layout: Charterversionen haben oft mehr Kabinen und Bäder als Eignerversionen.
  • Motoren und Antriebe: Betriebsstunden, Saildrive-Manschetten und Getriebe prüfen lassen.
  • Vorschiffscockpit und Türen: Dichtigkeit der Vordertür und Funktion der Lenzung im Vorschiffscockpit kontrollieren.
  • Mehrwertsteuer: Klären Sie, ob für ein Boot aus Übersee oder aus dem Charter die EU-Mehrwertsteuer bezahlt ist.

Ein Gutachten vor dem Kauf ist bei jedem gebrauchten Katamaran sinnvoll. Weitere Werften und Größen finden Sie in der Kategorie Katamaran kaufen.

Modellübersicht

Häufige Fragen

Wo werden Leopard-Katamarane gebaut?

Alle Leopard-Katamarane entstehen bei Robertson and Caine in Kapstadt, Südafrika. Die Werft wurde 1991 von John Robertson und Jerry Caine gegründet und beschäftigt laut Leopard heute fast 2.500 Mitarbeiter.

Was haben Leopard, The Moorings und Sunsail miteinander zu tun?

Robertson and Caine baut seit 1995 Katamarane für die Chartergesellschaft The Moorings, später kam Sunsail dazu. Beide gehören wie Leopard zur Travelopia-Gruppe. Die Werft verkauft rund die Hälfte ihrer Produktion als Leopard an Privateigner, die andere Hälfte geht in die Charterflotten.

Wer konstruiert die Leopard-Katamarane?

Die Rümpfe stammen vom Konstruktionsbüro Simonis Voogd Yacht Design, das seit Jahrzehnten mit Robertson and Caine zusammenarbeitet.

Quellen

  1. About Leopard Catamarans – Leopard Catamarans, abgerufen am 2.10.2026
  2. About Robertson and Caine – Leopard Catamarans, abgerufen am 2.10.2026
  3. Leopard Catamarans – Startseite – Leopard Catamarans, abgerufen am 2.10.2026
  4. Leopard Catamarans – Performance Cruising Catamarans – Leopard Catamarans, abgerufen am 2.10.2026
  5. Boat Review: Leopard 45 – SAIL Magazine, abgerufen am 2.10.2026