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Wer J/Boats kaufen möchte, sucht meist ein Boot, das vor allem eines soll: schnell und einfach zu segeln sein. Die amerikanische Marke ist seit Jahrzehnten ein Synonym für sportliche Einheitsklassen und Performance-Cruiser, die man mit Familie oder kleiner Crew segelt. Auf dieser Seite finden Sie die Geschichte der Werft, die wichtigsten Modelllinien und Hinweise, worauf Sie bei J/Boats gebraucht achten sollten. Passende Inserate und Modellseiten stehen direkt darunter.

Werftgeschichte: ein Garagenprojekt wird zur Weltmarke

Am Anfang stand ein Eigenbau. Rod Johnstone baute 1975 und 1976 in seiner Garage in Stonington, Connecticut, ein 24-Fuß-Boot namens Ragtime und segelte damit im Sommer 1976 mit Familiencrew eine Regatta nach der anderen zum Sieg. Im Februar 1977 gründete er mit seinem Bruder Bob Johnstone J/Boats als Partnerschaft zu gleichen Teilen. Aus Ragtime wurde die J/24: Im ersten Jahr verkaufte die junge Firma laut eigener Darstellung mehr als 250 Boote, insgesamt entstanden rund 5.500 J/24. Sie gilt bis heute als weltweit verbreitetstes Einheits-Kielboot.

J/Boats ist bis heute ein Familienunternehmen. 1988 übernahm die zweite Generation die Führung; Jeff Johnstone ist Präsident, Alan Johnstone Vizepräsident und Chefkonstrukteur. Sitz der Firma ist Newport, Rhode Island. Gebaut haben die Johnstones nie selbst: Die J/24 entstand anfangs bei Everett Pearson in einer alten Textilfabrik in Fall River, Massachusetts. Heute fertigen lizenzierte Werften, für den europäischen Markt J/Composites in Les Sables d'Olonne, für Nordamerika CCF Composites in Bristol, Rhode Island. Neben den 5.500 J/24 nennt die Werft mehr als 9.500 weitere J/Boats.

Die Modelllinien

Alle J/Boats sind Einrumpf-Slups in Sandwichbauweise. Die Zahl im Namen steht für die Länge, früher in Fuß, ab 1994 in Dezimetern, seit der J/9 in Metern. Grob lassen sich drei Gruppen unterscheiden:

  • Sportboote und Einheitsklassen: Die J/70 kam 2012 auf den Markt und ist mit über 1.900 ausgelieferten Booten das erfolgreichste aktuelle Modell. Sie wird unter anderem in der Deutschen Segel-Bundesliga gesegelt. Mehr unter J70 kaufen. Etwas größer ist die J/88 von 2013, ein Sportboot mit kleiner Kajüte für Regatten und Wochenendtörns, siehe J88 kaufen. Daneben gibt es Klassiker wie J/22, J/24 und J/80.
  • Performance-Cruiser und Club-Racer: Die J/105 von 1991 bildet die weltweit größte Einheitsklasse für 35-Fuß-Boote und ist auf dem Gebrauchtmarkt sehr präsent, siehe J105 kaufen. Die J/111 von 2010 gilt als schneller Offshore-Sprinter mit Einheitsklasse, mehr unter J111 kaufen. Dazu kommen ältere Modelle wie J/109, J/92 oder J/35.
  • Fahrtenyachten mit sportlichem Anspruch: Größere Boote wie J/112E, J/122E, J/121 und die 2023 vorgestellte J/45 richten sich an Eigner, die auch lange Strecken schnell segeln wollen.

Das aktuelle Programm umfasst laut Werft die J/7, J/70, J/9, J/99, J/111, J/36, J/40 und J/45. Kleine Kielboote und Daysailer anderer Werften finden Sie außerdem in der Kategorie Jolle kaufen.

J/Boats gebraucht: was die Marke auf dem Markt ausmacht

Weil viele J-Modelle als Einheitsklassen gesegelt werden, ist der Gebrauchtmarkt lebendig und international. Wer unter „J/Boat for sale" sucht, findet Angebote auf beiden Seiten des Atlantiks, denn gebaut wurde in den USA und in Europa. Für die Bewertung eines gebrauchten J/Boats zählen andere Punkte als bei einer Fahrtenyacht:

  • Regattaeinsatz: Ein Boot mit langer Regattavergangenheit kann stark beansprucht sein. Fragen Sie nach Ranglisten, Transporten auf dem Trailer und Grundberührungen.
  • Klassenvorschriften: Bei Einheitsklassen wie J/70, J/80 oder J/105 entscheidet die Klassenkonformität (Segel, Gewicht, Beschläge) über den Regattawert.
  • Segelgarderobe: Regattasegel verlieren schnell an Profil. Ein Satz neuer Segel ist ein spürbarer Kostenfaktor.
  • Rumpf und Kiel: Sandwichrümpfe sollten auf Feuchtigkeit im Kern, die Kielverbindung auf Risse geprüft werden.

Ein Gutachten durch einen Sachverständigen mit Erfahrung bei Performance-Booten lohnt sich bei größeren Modellen ab etwa J/105 fast immer.

Modellübersicht

Häufige Fragen

Wo werden J/Boats gebaut?

J/Boats entwirft die Boote in Newport, Rhode Island, und lässt sie bei lizenzierten Werften bauen. Für Europa ist das J/Composites in Les Sables d'Olonne (Frankreich), für Nordamerika CCF Composites in Bristol (Rhode Island). Weitere Lizenzbauer sitzen in China und Argentinien.

Was bedeuten die Zahlen in den J/Boats-Modellnamen?

Die Zahl gibt die Länge an: Bei frühen Modellen wie der J/24 in Fuß, ab 1994 bei Modellen wie der J/130 in Dezimetern und seit 2021 bei der J/9 in Metern. Eine J/111 ist also rund 11,1 Meter lang.

Wie viele J/Boats gibt es?

Laut Werft wurden rund 5.500 J/24 gebaut, dazu kommen mehr als 9.500 weitere J/Boats von der J/22 bis zur J/65. Von der J/70 nennt J/Boats über 1.900 ausgelieferte Boote.

Quellen

  1. About J/Boats – History – J/Boats, Inc., abgerufen am 2.10.2026
  2. J/Boats – Startseite und aktuelle Modelle – J/Boats, Inc., abgerufen am 2.10.2026
  3. J/Boats Licensed Builders – J/Boats, Inc., abgerufen am 2.10.2026
  4. J/Boats – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
  5. J/70 – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026