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Wer eine Fairline kaufen möchte, schaut auf eine der bekanntesten britischen Motorbootwerften. Seit 1967 entstehen in Oundle in Mittelengland Sportkreuzer und Flybridge-Yachten, die in ganz Europa unterwegs sind. Diese Seite fasst die Werftgeschichte zusammen, stellt die Modelllinien vor und zeigt, worauf Sie bei einer Fairline gebraucht achten sollten.
Werftgeschichte: von der Kiesgrube zur Yachtwerft
1963 kaufte Jack Newington ehemalige Kiesgruben am Fluss Nene bei Oundle und baute daraus die Oundle Marina. 1967 lief dort die erste Fairline vom Stapel, die Fairline 19, ein Flusskreuzer aus GFK. Sein Sohn Sam Newington übernahm 1971 mit damals 14 Mitarbeitern und baute den Export aus, vor allem ins Mittelmeer. Bis 1979 wuchs die Belegschaft auf 140 Menschen.
Es folgten die Linien, die Fairline bis heute prägen: 1974 die Phantom 32, 1985 die erste Targa und 1991 die Squadron 62 als Einstieg in die große Yachtklasse. 2001 eröffnete in Oundle eine neue Fabrikhalle, 2003 verließ die 10.000. Fairline die Werft.
Danach wechselten die Eigentümer mehrfach. 2006 kaufte der Finanzinvestor 3i die Werft, 2011 Better Capital und RBS, 2015 Wessex Bristol. Im Dezember 2015 ging Fairline Boats in die Insolvenz. Anfang 2016 übernahmen neue Investoren die Werte und gründeten Fairline Yachts Ltd. Später folgten weitere Eigentümerwechsel, 2021 etwa an Hanover Investors. Gebaut wird weiterhin in Oundle.
Die Modelllinien im Überblick
Fairline gliedert das heutige Programm in vier Linien: F//LINE, Targa, Squadron und Phantom.
- Targa: Die Sportkreuzer-Linie seit 1985, mit offenem Cockpit oder ab 2004 als Gran Turismo mit elektrisch öffnendem Hardtop. Die Targa 38 von 2006 wurde 2007 European Powerboat of the Year in ihrer Klasse, 2024 kam die neue Targa 40. Alle Targa-Modelle finden Sie unter Fairline Targa kaufen.
- Phantom: Der Name steht seit der Phantom 32 von 1974 für Familienkreuzer mit Flybridge. 2001 kam als neues Topmodell die Phantom 50, sie ergänzte damals Phantom 38, 43 und 46. Mehr dazu unter Fairline Phantom 46 kaufen und Fairline Phantom 50 kaufen. Zu den letzten Modellen der Reihe gehörte die Phantom 40, siehe Fairline Phantom 40 kaufen. 2009 kündigte Fairline an, alle Flybridges künftig als Squadron zu vermarkten. Mit der Phantom 65 kehrte der Name 2022 zurück.
- Squadron: Die großen Flybridge-Yachten, aktuell etwa Squadron 58 und Squadron 68.
- F//LINE: Der sportliche Daycruiser F//LINE 33, 2020 als Motorboat of the Year in der Kategorie Superboats ausgezeichnet.
Fairline gebraucht: was die Marke auf dem Markt ausmacht
Eine Fairline Yacht ist ein Gleiter für Küste und offenes Wasser, gebaut nach britischem Verständnis von Seegangsverhalten und Handwerk, wie die Werft selbst betont. Weil die Werft über Jahrzehnte große Stückzahlen gebaut hat, ist das Angebot an gebrauchten Booten breit, von Phantom-Flybridges der 2000er-Jahre bis zu jungen Targa-Modellen. Dazu kommt eine aktive Eignergemeinschaft: Der Fairline Owners Club besteht seit 2003.
Bei einer gebrauchten Fairline sollten Sie besonders prüfen:
- Motoren und Antrieb: Betriebsstunden, Wartungsnachweise und Zustand von Wellenanlage, Z-Antrieb oder IPS.
- Hardtop und Technik: Bei Gran-Turismo-Modellen das elektrische Schiebedach, bei allen Booten Generator, Klimaanlage und Bordelektrik.
- Baujahr und Eigentümerphase: Die Werft hatte zwischen 2006 und 2016 mehrere Eigentümer. Eine lückenlose Servicehistorie über einen Fairline-Händler ist ein Pluspunkt.
- Herkunft und Steuerstatus: Viele Boote stammen aus Großbritannien. Klären Sie Mehrwertsteuer, Einfuhr und Papiere, bevor Sie ein Boot von dort in die EU holen.
Eine Probefahrt mit warmem Motor und ein unabhängiges Gutachten sind bei jeder Fairline Pflicht. Weitere Werften und Größen finden Sie in der Kategorie Motoryacht kaufen.
Modellübersicht
Häufige Fragen
Wo werden Fairline-Yachten gebaut?
Seit der ersten Fairline von 1967 wird in Oundle in der englischen Grafschaft Northamptonshire gebaut. 2001 kam dort eine neue Fabrikhalle mit rund 60.000 Quadratfuß hinzu.
Was ist der Unterschied zwischen Targa, Phantom und Squadron?
Targa steht für Sportkreuzer mit offenem Cockpit oder Hardtop, Phantom und Squadron für Flybridge-Yachten. Bis 2009 liefen die kleineren Flybridge-Modelle als Phantom, danach fasste Fairline alle Flybridges unter Squadron zusammen. Seit 2022 gibt es den Namen Phantom wieder für eine neue Baureihe.
Wie viele Fairline-Boote gibt es?
Die 10.000. Fairline lief 2003 vom Band, eine Squadron 65. Bis 2010 war die Zahl laut Wikipedia auf 12.000 gestiegen.
Quellen
- Our Heritage – Fairline Yachts, abgerufen am 2.10.2026
- Fairline Yachts – Startseite – Fairline Yachts, abgerufen am 2.10.2026
- Fairline Yachts – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
- Phantom of the SIBS – Motor Boat & Yachting, abgerufen am 2.10.2026
- Fairline unveils Squadron 41 and calls time on Phantoms – Motor Boat & Yachting, abgerufen am 2.10.2026
- Fairline Phantom 40 – Motor Boat & Yachting, abgerufen am 2.10.2026