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Wer eine Prestige Yacht kaufen möchte, entscheidet sich für eine Motoryacht aus der Groupe Beneteau, die auf Wohnkomfort ausgelegt ist: große Fensterflächen, Eignerkabinen über die volle Breite und Flybridges, auf denen die halbe Crew Platz findet. Auf dieser Seite lesen Sie, wie sich die Marke von Jeanneau gelöst hat, welche Baureihen es gibt und worauf Sie bei einer Prestige Yacht gebraucht achten sollten. Inserate und Modellseiten finden Sie direkt darunter.

Werftgeschichte: von Jeanneau zur eigenen Marke

Die Wurzeln liegen bei Jeanneau. Henri Jeanneau, ein Motorboot-Rennfahrer, gründete 1957 die gleichnamige Werft. 1989 erschien dort die Prestige 41, das erste Modell der neuen Linie, entworfen von Garroni Design. Das Büro ist bis heute Designpartner der Marke, zuletzt etwa beim Exterieur der F4.3.

2000 eröffnete Prestige eine eigene, moderne Fertigung in Les Herbiers neben der historischen Jeanneau-Werft. Seit 1995 gehört Jeanneau zur Groupe Beneteau, und Prestige Yachts ist dort heute eine eigenständige Marke. 2010 folgten der Markteintritt in Nordamerika und die sportlichere S-Line, 2014 die 75-Fuß-Yacht Prestige 750 als damaliges Flaggschiff. 2017 zählte die Marke 4.000 Eigner weltweit, 2024 meldete sie 5.000 ausgelieferte Yachten. Seit 2022 baut Prestige auch Motorkatamarane, das Flaggschiff M8 entsteht in Monfalcone in Italien.

Die Baureihen

  • F-Line (Flybridge): Das Herzstück der Marke. Die F-Line startete 2000 mit der Prestige 36, mehr dazu unter Prestige 36 kaufen. Später folgten Modelle wie 420, 500, 560, 630 und 680. Die zweite Generation startete 2010 mit der Prestige 500 und brachte unter anderem eine Eignersuite und 360-Grad-Rundumsicht. Die 2016 vorgestellte 680 wurde im selben Jahr zur Motor Boat of the Year gewählt, siehe Prestige 680 kaufen.
  • Neue F-Line: Mit der F4.9 begann 2023 die dritte Generation, 2024 folgte die F5.7. Aktuell umfasst die Reihe F4.3, F4.9, F5.7 und F6.7. Die F4.3 tritt laut BOOTE die Nachfolge eines Topsellers an und fährt mit zwei Volvo-Penta-D6-Dieseln mit je 440 PS und V-Antrieb. Mehr unter Prestige F4 kaufen.
  • S-Line: 2010 mit 500S und 60S eingeführte, sportlichere Varianten, später etwa 420S, 450S, 550S oder 680S. Die S-Line wird nicht mehr gebaut.
  • X-Line: 2020 mit dem Flaggschiff X70 gestartet, dazu kam die X60. Beide sind inzwischen aus dem Programm.
  • M-Line: Motorkatamarane, aktuell M48, M6, M7 und M8 EVO.

Prestige Yacht gebraucht: was die Marke auszeichnet

Mit 5.000 ausgelieferten Yachten sind Prestige Yachten auf dem Gebrauchtmarkt breit vertreten, vom kompakten Flybridge-Boot bis zur Yacht mit Crewkabine. Weil die Marke lange unter dem Dach von Jeanneau lief, finden Sie ältere Boote oft unter beiden Namen. Prüfen Sie deshalb die genaue Modellbezeichnung und das Baujahr, um Generationen sauber zu vergleichen.

Für den Wert entscheidend sind Antrieb und Wartung. Größere Modelle wie die 680 fahren mit Volvo Penta IPS, also Pod-Antrieben mit Joystick-Steuerung, andere Modelle mit klassischen Wellen oder V-Antrieb. Lassen Sie sich die Servicehistorie der Motoren und Antriebe vorlegen und planen Sie eine Probefahrt mit Messung von Drehzahl und Geschwindigkeit ein. Ein Gutachter sollte außerdem Gelcoat, Fensterabdichtungen, Flybridge-Aufbau und die Bordelektrik prüfen.

Eine Alternative zum privaten Kauf bietet das Programm Prestige Pre-owned Selection über die offiziellen Händler. Die Boote werden vorab geprüft, die Wartungshistorie ist dokumentiert, und es gibt ein Jahr Herstellergarantie. Bei Motoren unter 600 PS ist zusätzlich eine einjährige Motorversicherung möglich. Einen Überblick über weitere Werften finden Sie in der Kategorie Motoryacht kaufen.

Modellübersicht

Häufige Fragen

Gehört Prestige zu Jeanneau?

Prestige ist aus Jeanneau hervorgegangen: Das erste Modell, die Prestige 41, erschien 1989 unter dem Dach von Jeanneau. Heute ist Prestige eine eigenständige Marke innerhalb der Groupe Beneteau, zu der auch Jeanneau gehört. Ältere Boote werden deshalb oft mit dem Zusatz Jeanneau inseriert.

Wo werden Prestige Yachten gebaut?

Seit 2000 hat Prestige eine eigene Fertigung in Les Herbiers in Frankreich, neben der historischen Jeanneau-Werft. Der Katamaran M8 wird in Monfalcone in Italien gebaut.

Gibt es geprüfte gebrauchte Prestige Yachten vom Hersteller?

Ja. Über das Händlernetz bietet Prestige das Programm Pre-owned Selection an. Die Boote durchlaufen eine Qualitätskontrolle, haben eine dokumentierte Wartungshistorie und ein Jahr Herstellergarantie.

Quellen

  1. PRESTIGE History – Prestige Yachts (Groupe Beneteau), abgerufen am 2.10.2026
  2. PRESTIGE Yachts – Modellpalette – Prestige Yachts (Groupe Beneteau), abgerufen am 2.10.2026
  3. PRESTIGE Past models – Prestige Yachts (Groupe Beneteau), abgerufen am 2.10.2026
  4. PRESTIGE Second-hand yachts / Pre-owned Selection – Prestige Yachts (Groupe Beneteau), abgerufen am 2.10.2026
  5. Jeanneau – Wikipedia, abgerufen am 2.10.2026
  6. Prestige F4.3: Die Nachfolge des Topsellers – BOOTE, abgerufen am 2.10.2026
  7. Test Prestige 680 Fly: Französische Flybridge-Yacht – BOOTE, abgerufen am 2.10.2026
  8. Jeanneau Prestige 450 Fly – BOOTE, abgerufen am 2.10.2026