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Wer ein Nimbus Boot kaufen möchte, sucht meist ein praktisches skandinavisches Motorboot für Familie, Wochenende und Küstenfahrt: robust, gut begehbar und auf ganzjährige Nutzung ausgelegt. Hier erfahren Sie, wie die schwedische Werft entstanden ist, welche Baureihen es gibt und worauf Sie bei Nimbus Boote gebraucht achten sollten. Inserate und Modellseiten finden Sie direkt darunter.

Werftgeschichte: von Långedrag zur Nimbus Group

Nimbus wurde 1968 in Långedrag bei Göteborg von den Brüdern Lars und Hans Wiklund gegründet. 1969 kam die Nimbus 26 auf den Markt. Die ersten fünf Boote dieses Typs bildeten den Anfang einer Marke, die sich zu einem der bekanntesten Bootsbauer Skandinaviens entwickelte.

Einige Episoden zeigen, wie fest Nimbus in Skandinavien verankert ist. In den 1980er-Jahren fuhr Tennisstar Björn Borg eine Nimbus 800 Turbo, die Werft nutzte das für eine gemeinsame Werbekampagne. Ab 1984 überführten norwegische Kunden ihre neuen Boote 15 Jahre lang im Konvoi von Långedrag nach Bergen, eine dreitägige Reise über 475 Seemeilen. 1998 entstand mit dem Designer Nuccio Bertone die limitierte Nimbus 26 DC Epoca.

2008 übernahm Nimbus die Marke Paragon Yachts. 2012 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden und wurde unter dem neuen Eigentümer R12 Kapital AB neu aufgestellt. Danach wuchs die Gruppe: 2018 kamen Alukin Boats und Bella-Veneet hinzu, 2023 der US-Hersteller EdgeWater Power Boats. Die Nimbus Group mit Sitz in Mariestad baut heute an Standorten in Schweden, Finnland und den USA und fertigt rund 1.500 Boote pro Jahr über alle Marken. Neben Nimbus gehören Alukin, Aquador, Flipper, Falcon, Paragon Yachts und EdgeWater dazu.

Die Modellreihen

Die aktuellen Nimbus Boote sind in mehrere Familien gegliedert:

  • Coupé Cruiser: Das Herz der Marke, Boote mit geschlossenem Steuerhaus für lange Touren: 305 Coupé, 365 Coupé, 405 Coupé und 495 Coupé, dazu die Flybridge-Versionen 405 und 495 sowie der Sport Coupé 42.
  • Day Cruiser: Der 305 Drophead als sportlicher Tagesausflügler.
  • Tender und Weekender: Walkaround-Boote wie der Sport Tender 35 und 42, der Sport Weekender 42 sowie die kompakten Modelle T8, T9 und W9.
  • Commuter: Die Modelle C8 und C9 für den ganzjährigen Pendel- und Alltagsverkehr.

Ein typisches Beispiel für die Nimbus-Philosophie ist der 305 Coupé. Er ist 10,07 Meter lang und 3,25 Meter breit, hat CE-Kategorie B und Schlafplätze für 4+2 Personen. Typisch für Nimbus ist das asymmetrische Deck mit extra breitem Seitendeck an Steuerbord, von der Werft als „Sidewalk Design“ bezeichnet. Der Rumpf ist laut Nimbus für den gesamten Bereich von 0 bis 22 Knoten ohne ausgeprägte Gleitschwelle ausgelegt. Angeboten werden ein Volvo Penta D4-270 mit Welle und ein elektrischer Antrieb von Torqeedo. Mehr dazu unter Nimbus 305 kaufen.

Nimbus Boote gebraucht: was die Marke auf dem Markt ausmacht

Weil Nimbus seit Jahrzehnten Coupé-Boote mit geschlossenem Steuerstand baut, finden Sie auf dem Gebrauchtmarkt viele Boote, die sich auch für die Vor- und Nachsaison eignen. Das Angebot reicht von älteren Typen aus den Anfangsjahrzehnten bis zu aktuellen Modellen mit moderner Elektronik und, beim 305 Coupé, optionalem Elektroantrieb.

Vor dem Kauf sollten Sie besonders auf diese Punkte achten:

  • Motor und Antrieb: Motorstunden, Wartungsnachweise und der Zustand von Welle oder Z-Antrieb bestimmen den Großteil des Risikos. Lassen Sie den Motor von einer Fachwerkstatt prüfen.
  • Rumpf und Deck: Prüfen Sie Unterwasserschiff, Feuchtigkeit im Laminat und den Zustand von Scheiben und Dichtungen am Steuerhaus.
  • Ausstattung: Heizung, Bugstrahlruder, Elektronik und Persenning machen bei Coupé-Booten einen großen Unterschied im Wert.
  • Baureihe und Baujahr: Klären Sie, welche Generation angeboten wird, denn viele Typennummern wurden über Jahre weiterentwickelt.

Ein unabhängiges Gutachten und eine Probefahrt sind bei jedem gebrauchten Motorboot empfehlenswert. Eine Übersicht über weitere Werften und Bootstypen finden Sie unter Motorboot kaufen.

Modellübersicht

Häufige Fragen

Woher kommen Nimbus Boote?

Nimbus wurde 1968 in Långedrag bei Göteborg gegründet. Heute ist die Marke Teil der Nimbus Group mit Sitz in Mariestad, die Werften in Schweden, Finnland und den USA betreibt.

Wem gehört Nimbus?

Nach einer Insolvenz im Jahr 2012 wurde das Unternehmen unter dem neuen Eigentümer R12 Kapital AB neu aufgestellt. Die Investmentgesellschaft R12 ist bis heute Eigentümer der Gruppe.

Welche Marken gehören zur Nimbus Group?

Neben Nimbus baut die Gruppe Boote unter den Namen Alukin, Aquador, Flipper, Falcon, Paragon Yachts und EdgeWater Power Boats.

Gibt es Nimbus Boote mit Elektroantrieb?

Ja. Für den 305 Coupé bietet Nimbus neben dem Volvo Penta D4-270 auch einen elektrischen Antrieb von Torqeedo an, der laut Werft für Reisegeschwindigkeiten von 5,5 bis 6,5 Knoten ausgelegt ist.

Quellen

  1. Nimbus Group – Wikipedia (schwedisch), abgerufen am 2.10.2026
  2. Nimbus – Our History – Nimbus Boats, abgerufen am 2.10.2026
  3. Nimbus 305 Coupé – Nimbus Boats, abgerufen am 2.10.2026